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Gerichtsentscheid: Dresdner Bank kürzte Banker-Boni zu Recht

Erfurt Ein gutes Dutzend einstiger Investmentbanker der Dresdner Bank ist endgültig mit ihrer Millionen-Klage gegen die Kürzung ihrer Bonuszahlungen im Krisenjahr 2008 gescheitert.

Vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) blieb ihre Revision erfolglos, wie das BAG am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Die 14 Banker hatten die Commerzbank auf Auszahlung von insgesamt über zwei Millionen Euro verklagt. Die Commerzbank hatte Anfang 2009 die Dresdner Bank übernommen und deren Leistungszulagen für 2008 nachträglich um 90 Prozent gekürzt. Dies war damit begründet worden, dass im schlimmsten Jahr der Finanzkrise vor allem das Kapitalmarktgeschäft zum Verlust der Dresdner Bank von über sechs Milliarden Euro beigetragen hatte. Die Klagen der Investmentbanker auf Auszahlung der vollen Boni hatten auch Aufsehen erregt, weil die Commerzbank 2009 zur eigenen Rettung auf staatliche Milliardenhilfen angewiesen war. In den Vorinstanzen waren die Klagen abgewiesen worden. Von den 14 Fällen scheiterten nun 13 auch mit der Revision vor dem BAG. In einem Fall sei das Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts aufgrund der Besonderheiten des Einzelfalls aufgehoben und zur Neuverhandlung zurückverwiesen worden, teilte das BAG mit. Im Hinblick auf die erwirtschafteten Verluste sei es auch unter Berücksichtigung der Leistungen der Kläger nicht unangemessen gewesen, die Boni deutlich zu kürzen, erklärte das BAG. Das Gericht schilderte im Detail nur den Fall eines der Kläger, der als Kundenberater tätig war. Ihm sei im Dezember 2008 ein Bonus von 172'500 Euro in Aussicht gestellt worden. Ausgezahlt worden war ihm nur ein Zehntel.

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