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Gewinneinbruch bei der Deutschen Telekom Kosten für Konzernumbau und Amerikageschäft drücken auf den Gewinn

Bonn Die Kosten für den sozialverträglichen Konzernumbau in Deutschland und das kriselnde Amerikageschäft hinterlassen tiefe Spuren in der Bilanz der Deutschen Telekom.

Im ersten Quartal 2012 halbierte sich der Konzernüberschuss des Telekommunikationsriesen auf 238 Millionen Euro. Auch der um Sondereinflüsse bereinigte Konzernüberschuss lag mit 581 Millionen Euro noch um 17,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz der Telekom verringerte sich dagegen nur leicht um 1,1 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Ausschlaggebend für den Gewinneinbruch waren nicht zuletzt höhere planmässige Abschreibungen auf die US-Tochter. Ausserdem belasteten Aufwendungen für die Fortsetzung der Vorruhestandsregelung das Ergebnis mit fast 500 Millionen Euro und verzerrten nach Angaben des Konzerns den Vergleich mit dem Vorjahr. Denn die entsprechenden Zahlungen seien 2011 auch angefallen, aber erst im zweiten Quartal. Die Telekom, Arbeitgeberin von 235'000 Mitarbeitenden, habe in vielen Bereichen wichtige Fortschritte erzielt. In Deutschland konnte der Ex-Monopolist den Umsatzrückgang im Festnetz spürbar verlangsamen. Punkten mit dem TV Gleichzeitig punktete er mit breitbandigen Internetanschlüssen und seinem TV-Angebot Entertain, dass inzwischen mehr als 1,7 Millionen Kunden hat. Im Mobilfunk ging die Zahl der Vertragskunden dagegen im ersten Quartal um 107'000 zurück. In den europäischen Märkten sieht der Konzern trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation inzwischen einen «Trend zur Stabilisierung des Geschäfts». Der Vorstand hält an seiner Prognose fest: Bei einem Free Cash Flow von sechs Milliarden und soll das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) in diesem Jahr 18 Milliarden Euro erreichen. In den ersten drei Monaten lag die Kennzahl unverändert bei 4,5 Milliarden Euro.

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