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Gouverneur von Sizilien weist Befürchtungen über Bankrott zurück

Palermo Der Gouverneur von Sizilien hat Befürchtungen zurückgewiesen, die autonome Region könne Bankrott gehen.

Es gebe lediglich ein «Liquiditätsproblem aufgrund der Rezession im Rest des Landes», sagte Raffaele Lombardo am Mittwoch in Palermo. «Wir haben vielleicht fünf Milliarden Euro Schulden, aber das Land Italien hat zwei Billionen Euro Schulden.» Ausserdem schulde die Regierung in Rom Sizilien eine Milliarde Euro. «Mit diesem Geld hätten wir keine Liquiditätsprobleme», sagte Lombardo. Am Dienstag hatte der italienische Regierungschef Mario Monti Lombardo in einem Brief aufgefordert, nochmals zu bestätigen, dass er wie Mitte Mai angekündigt Ende Juli zurücktrete. Dabei hatte er sich «zutiefst besorgt» über die Möglichkeit einer Pleite Siziliens aufgrund des Defizits der Insel geäussert. Am kommenden Dienstag wird Lombardo sich mit Monti treffen. Italienische Medien haben Sizilien «Griechenland Italiens» getauft, unter anderem, weil auf der Insel die landesweit höchsten Beamtengehälter gezahlt werden - bis zu 17'000 Euro im Monat. Lombardo war in der Vergangenheit immer wieder in Skandale verwickelt, unter anderem soll er Beamtenposten verteilt haben, um sich Wählerstimmen zu sichern. Auch wurde ihm eine Nähe zur Mafia nachgesagt.

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