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Griechen wollen zwei Jahre mehr Zeit für Sparpaket

Athen Die neue griechische Regierung will zwei Jahre mehr Zeit für die Umsetzung des mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparprogramms.

Zudem sollen weniger Beamte entlassen werden als vereinbart. Das geht aus einem am Samstag veröffentlichten Strategiepapier der Koalition in Athen hervor. Die «Reformen zur Haushaltsanpassung» sollten um mindestens zwei Jahre bis auf das Jahr 2016 gestreckt werden, heisst es darin. Ziel sei es, ohne neue Kürzungen bei Löhnen, Pensionen und öffentlichen Investitionen das Haushaltsdefizit abzubauen. Die Regierung wolle zudem die Entlassung von festangestellten Staatsdienern vermeiden und stattdessen durch den Abbau von Bürokratie sparen. Das Arbeitslosengeld solle wieder erhöht werden. Auch die Kürzung des Mindestlohns sowie die Anfang des Jahres beschlossenen erleichterten Kündigungsmöglichkeiten durch private Arbeitgeber sollen nach dem Willen der neuen Koalition in Athen auf den Prüfstand kommen. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte bereits eine «Aktualisierung» der Vereinbarung mit Griechenland über die benötigten Spar- und Reformmassnahmen angedeutet. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel lehnt eine Lockerung der Auflagen dagegen bislang ab. Die sogenannte Gläubiger-Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank soll am Montag nach Athen zurückkehren, um mit der neuen Regierung die nächsten Schritte bei der Umsetzung des Sparprogramms zu besprechen.

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