Zum Hauptinhalt springen

Grossbritanniens Notenbank tastet Leitzins nicht an

London Der Leitzins in Grossbritannien bleibt bei rekordniedrigen 0,5 Prozent.

Das teilte die Bank of England am Donnerstag nach einer Sitzung ihres geldpolitischen Komitees mit. Angesichts der anhaltend mauen Konjunkturentwicklung in Grossbritannien hatten die allermeisten Ökonomen mit dieser Entscheidung gerechnet. Da die Bank of England ihre Beschlüsse im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank oder der US-Notenbank Federal Reserve nicht erläutert, ist der weitere geldpolitische Kurs offen. Noch vor ein paar Monaten hatten viele Fachleute erwartet, dass die Notenbanker um Zentralbankgouverneur Mervyn King im Frühjahr die Zinswende einleiten und den Leitzins anheben könnten. Zuletzt hatten allerdings schwache Konjunkturdaten immer mehr Experten von dieser Einschätzung abgebracht. Dem Führungszirkel der Zentralbank lagen am Donnerstag die neuesten Daten des am 11. Mai zur Veröffentlichung anstehenden vierteljährlichen Inflationsberichts bereits vor. Ihn erwarten die Auguren mit Spannung, denn trotz des schwachen Wachstums lag die Teuerung zuletzt bei rund vier Prozent und damit doppelt so hoch wie die Zielmarke von Regierung und Notenbank. Wie King und die anderen Geldpolitiker die Lage tatsächlich sehen, wird die Öffentlichkeit erst am 19. Mai erfahren, wenn das Protokoll der Mai-Zinssitzung vorliegt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch