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Hackerangriffe sind grösste Sorge der Unternehmen

600 Milliarden Dollar pro Jahr: So viel kosten Cyberangriffe Firmen laut einer neuen Studie.

Cyberattacken sind neu auf Platz eins im Sorgenbarometer der Unternehmen.
Cyberattacken sind neu auf Platz eins im Sorgenbarometer der Unternehmen.
Keystone

Betriebsstillstand und Cybervorfälle bleiben nach einer Umfrage der Allianz in achtzig Ländern die grössten Sorgen für Unternehmen rund um den Globus. Hackerangriffe und sonstige IT-Unfälle belegen in dem am Dienstag veröffentlichten neuen «Risikobarometer» des Versicherers sogar erstmals gemeinsam mit Betriebsunterbrechungen den Spitzenplatz.

Hackerangriffe und andere Cybervorfälle – ob technische Pannen oder Fehlbedienung von Computern und Maschinen - kosten die Unternehmen demnach inzwischen mehr als Wirbelstürme und Erdbeben. Die Allianz bezifferte den jährlichen weltweiten Schadendurchschnitt durch Naturkatastrophen in den vergangenen zehn Jahre auf 208 Milliarden Dollar. Der weltweite Schaden durch Cyberattacken und -unfälle beläuft sich nach Schätzungen heute im Schnitt aber bereits auf über 600 Milliarden.

Neue Risiken in 2019

Ansonsten hat auch die politische Ungewissheit in vielen Regionen der Erde ihre Spuren in der Umfrage hinterlassen: «Rechtliche Veränderungen» wie Handelskonflikte, Zölle oder Brexit liegen nun auf Platz vier.

Besonders gross ist das Unbehagen über diese rechtlichen Unwägbarkeiten offensichtlich in der Schweiz, wo die Sorge um Handelskrieg, Brexit etc. gar auf Platz drei liegt - und damit gleichauf mit den Naturkatastrophen.

Neu in den Top Ten der grössten Unternehmensrisiken in der Schweiz ist der Fachkräftemangel auf Platz neun. Die Sorge von einem Reputationsverlust belegt den zehnten Rang. «Das Umfeld für Unternehmen ist unberechenbarer geworden, die Risiken sind gestiegen», resümiert die Allianz.

Klimawandel und neue Technologien

Zunehmend als potenzielle Gefahr für gute Geschäfte wird demnach auch der Klimawandel wahrgenommen, der in der globalen Betrachtung von Platz zehn auf acht vorgerückt ist.

Ein von der Wirtschaft quasi selbst erzeugtes Risiko taucht in der Umfrage ebenfalls Jahr um Jahr wieder auf: Neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) liegen global auf Platz sieben - wohl deshalb, weil der technische Fortschritt viele etablierte Geschäftsmodelle bedroht. Zwar glauben demnach fast 70 Prozent der befragten Fachleute, dass die künstliche Intelligenz für die Unternehmen nützlich sein kann. Aber ebenso viele sind der Meinung, dass die Technologie Risiken birgt.

Die auf Firmenkunden spezialisierte Allianz-Tochter AGCS befragte für die Umfrage Ende letzten Jahres 2400 Manager, Versicherungsmakler sowie in- und externe Risikoexperten. In der Schweiz wurden 40 Personen befragt.

SDA/hvw

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