Zum Hauptinhalt springen

Hausbesitzer kaufen Öl zum Schnäppchenpreis

Die Ölpreise sind so niedrig wie schon lange nicht mehr. Auch wegen der höheren CO2-Abgabe im kommenden Jahr rechnen Experten mit vielen Käufen im Jahr 2015.

Aufgrund der Erhöhung für die CO2-Abgabe rechnen Experten dieses Jahr noch mit Ölkäufen: Ein Chauffeur beliefert ein Haus mit Öl. (26. Januar 2015)
Aufgrund der Erhöhung für die CO2-Abgabe rechnen Experten dieses Jahr noch mit Ölkäufen: Ein Chauffeur beliefert ein Haus mit Öl. (26. Januar 2015)
Gaetan Bally, Keystone
Der Ölpreis sank verglichen zum Vorjahr um rund 30 Prozent.
Der Ölpreis sank verglichen zum Vorjahr um rund 30 Prozent.
Gaetan Bally, Keystone
Die Nachfrage nach Heizöl nimmt jedes Jahr stetig ab, Hausbesitzer weichen auf leistungsfähige Heizsysteme aus.
Die Nachfrage nach Heizöl nimmt jedes Jahr stetig ab, Hausbesitzer weichen auf leistungsfähige Heizsysteme aus.
Gaetan Bally, Keystone
1 / 4

Pünktlich zum Herbstanfang morgen überlegen sich viele Hausbesitzer, ob sie ihre Heizöltanks nun auffüllen sollen oder nicht. Richtet man sich nach dem Preis, müsste die Antwort Ja lauten, wie die Aargauer Zeitung» schreibt. Denn verglichen mit dem Vorjahr ist der Preis pro hundert Liter um gute 30 Prozent gesunken. Heute zahlt man bei einer Bezugsmenge von 3000 Litern für 100 Liter im Schnitt 68.90 Franken, wie eine Berechnung auf der Website von Migrol zeigt.

Seit über einem Monat ist Rohöl für weniger als 50 Dollar pro Barrel erhältlich. Grund dafür seien die grossen Ausweitungen der Fördermengen innerhalb eines Jahres. Sowohl die USA als auch der Iran üben massiven Druck auf die Ölmärkte aus und fördern weiterhin grosse Mengen an Öl, im Gegenzug sinkt in China die Nachfrage. Das habe zur Folge, dass weiter mit einem Überangebot gekämpft werden müsse, wie ein Rohstoffexperte zur AZ sagt. Mit einem Trendwechsel rechnet der Experte aber nicht.

Die CO2-Abgabe steigt

Zwar hat sich der CO2-Ausstoss im letzten Jahr verringert. Der Zielwert einer Reduktion von 76 Prozent wurde jedoch noch immer nicht erreicht. Dieses Ziel hatte die Schweiz im Jahr 1990 festgelegt. Der Bund zieht nun die Notbremse. Trotz der tiefen Rohölpreise steigt damit mindestens eine Ölpreiskomponente im nächsten Jahr sicher um sechs Rappen: die CO2-Abgabe. Der Literpreis beim Heizöl erhöhe sich nächstes Jahr tatsächlich um 6 Prozent, bestätigt der AZ eine Vertreterin der Erdölvereinigung. «Es ist deshalb anzunehmen, dass Hausbesitzer ihren Ölhaushalt noch dieses Jahr aufstocken», sagt sie weiter.

Der Bedarf an Heizöl geht seit Jahren stetig zurück. Leistungsfähige Heizungssysteme und gut isolierte Immobilien (Minergie) tragen dazu bei, dass sich die Hausbesitzer immer mehr gegen das Heizöl und für die Minergie-Systeme entscheiden. Wurden in den 90er-Jahren schweizweit noch 6 Millionen Tonnen Heizöl verkauft, sind es heute gerade noch 2,7 Millionen Tonnen. Insgesamt wurden in der Schweiz 2014 9,8 Millionen Tonnen Erdöl und Erdölprodukte verkauft.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch