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Hedgefonds-Manager Carl Icn zahlt Investoren aus

Boston An der Wall Street endet eine Ära: Der US- amerikanische Hedgefonds-Manager Carl Icahn will nicht mehr Geld anderer Leute verwalten und gibt den Investoren ihr Kapital zurück.

In einem Brief an seine Kunden teilte der 75-jährige Milliardär mit, er wolle im Falle einer erneuten Marktkrise nicht mehr für ihr Vermögen verantwortlich sein. Sein Schreiben reichte er bei den Aufsichtsbehörden ein. In Icahns rund 7 Milliarden Dollar schwerem Fonds Icahn Capital liegen 1,75 Milliarden von anderen Investoren. Der Brief enthielt auch eine vorsichtige Warnung, dass sich das geschäftliche Umfeld in diesem Jahr eintrüben könnte: «Wir sagen zwar keine neuen Marktverwerfungen voraus, diese Möglichkeit kann aber auch nicht abgetan werden», betonte Icahn. Der 1,9 Billionen Dollar schwere Hedgefonds-Sektor muss sich auf eine strengere Regulierung in den USA einstellen. In einigen Monaten sollen sich Fonds mit Kundengeldern in Höhe von 150 Milliarden Dollar bei der Börsenaufsicht SEC anmelden. Icahn arbeitete an der Wall Street, bevor er 1968 mit seiner eigenen Investmentfirma an den Start ging. Icahn Capital wurde 2004 aufgelegt. Seit diesem Jahr hat Icahn mit seinen Fonds nach eigenen Angaben eine Rendite von fast 107 Prozent erzielt. Vor Icahn hatten auch andere bekannte Hedgefonds-Manager wie Stanley Druckenmiller und Chris Shumway ihre Investoren ausbezahlt. Einige Wall-Street-Experten sehen einen Generationenwechsel in der Branche: Platzhirsche wie George Soros, Julian Robertson und Icahn machen Platz für jüngere wie William Ackman und Dan Loeb.

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