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Holcim-Aktie nach enttäuschenden Quartalszahlen deutlich tiefer

Nach enttäuschenden Quartalszahlen ist die Aktie von Holcim am Mittwoch im frühen Handel erheblich unter Druck geraten.

Bis gegen 10.15 Uhr tauchte der Kurs um 4,1 Prozent auf 71,90 Franken. Damit gehörte Holcim zu den grössten Verlierern an der Schweizer Börse. Mit seinen Resultaten hatte der Zementkonzern die Markterwartungen deutlich verfehlt. Der harte Franken sowie gestiegene Rohstoff- und Energiepreise würden Risse in die Ergebnismauer des Zementkonzerns reissen, kommentierte die Bank Wegelin. Die Preiserhöhungen in gewissen Ländern hätten die Kostensteigerungen bei Rohmaterialien und Energieträgern wie Kohle nicht kompensieren können. Zusätzlich habe Holcim heuer noch keine CO2-Zertifikate verkauft, die im Vorjahr noch 65 Millionen Fr. in die Kasse gespült hätten, argumentierte das Finanzhaus Jefferies: Dies erkläre zusammen mit der Franken-Stärke den grössten Teil des Betriebsgewinneinbruchs. Und in den reiferen Märkten seien die Fortschritte im ersten Quartal geringer gewesen als erwartet, monierte die ZKB. Hoffen auf Preiserhöhungen Es bleibe zu hoffen, dass Holcim seine Preissetzungsmacht im weiteren Jahresverlauf besser durchsetzen könne, um wieder bessere Ergebnisse präsentieren zu können, befand die Bank Wegelin: «Denn bei den Energie- und Rohstoffpreisen dürfte sich kurzfristig keine markante Erholung abzeichnen.» Erfreulich sei immerhin, dass Holcim die Verkaufsvolumen in allen Segmenten zu habe steigern können. «Obwohl der Jahresauftakt enttäuschend ausgefallen ist, verfügt der Zementriese auf langfristige Sicht über steinharte Pro- Argumente», urteilte Wegelin. So könne Holcim dank seiner Präsenz in über 70 Ländern regionale Bauzyklen besser ausgleichen. Zudem sei der Konzern in den Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas stark vertreten. «Der anhaltende Infrastrukturaufbau sowie der Nachholbedarf im Wohnbau dürften in diesen Regionen den Betonmischer weiterhin in Schwung halten», kommentierte Wegelin.

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