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HP und Oracle begraben Kriegsbeil

Palo Alto/Redwood Shores Der weltgrösste Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) und der Software-Riese Oracle haben Frieden geschlossen.

Sie waren über die Verpflichtung des ehemaligen HP-Chefs Mark Hurd bei Oracle aneinandergeraten. Über die Hintergründe des überraschenden Friedensschlusses sind nur einige Bruchstücke nach Aussen gedrungen. Hurd dürfe weiter seine Verpflichtungen gegenüber Oracle erfüllen, müsse aber gleichzeitig die Firmengeheimnisse von HP bewahren, teilten die beiden Unternehmen am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Details der Einigung wollten die beiden Unternehmen ausdrücklich nicht mitteilen. HP verriet in einer Eingabe an die Börsenaufsicht SEC allerdings, dass Hurd auf insgesamt bis zu 346'000 Aktien verzichtet, die ihm der Konzern zu seinem Ausscheiden zugesagt hatte. Der Wert liegt aktuell bei etwa 13,6 Millionen Dollar. Oracle-Chef Larry Ellison hatte Hurd vor zwei Wochen als einen von zwei Präsidenten verpflichtet. Damit wurde der ehemalige HP-Chef für das Tagesgeschäft verantwortlich. HP fürchtete, dass Hurd dabei Firmengeheimnisse seines alten Arbeitgebers ausplaudern könnte und klagte gegen die Einstellung. Hurd und HP waren im Unfrieden auseinandergegangen. Hurd musste den weltgrössten Computerbauer nach einer Affäre mit einer Mitarbeiterin und Vorwürfen von Spesenbetrug verlassen. Hurd hatte bei seinem Abgang eine Geheimhaltungserklärung unterschrieben und im Gegenzug eine fürstliche Abfindung erhalten. Das Verhältnis der beiden Konzerne hatte sich über die vergangenen Monate verschlechtert. Oracle hatte den Grossrechner- Hersteller Sun geschluckt und war damit vom Partner zum direkten Konkurrenten von HP geworden. Oracle ist einer der grössten Anbieter von Unternehmenssoftware, HP stellt die passenden Maschinen her, auf denen die anspruchsvollen Programme und Datenbanken laufen.

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