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Im Schweizer Detailhandel herrscht Flaute

Rückschlag für die Detailhandelsbranche: Die Umsätze sind im Mai zurückgegangen. Die Händler beklagen den Einkaufstourismus.

Viele Schweizer gehen zum Einkaufen ins Ausland: Leute mit Einkaufstaschen in Weil am Rhein. (17. Januar 2015)
Viele Schweizer gehen zum Einkaufen ins Ausland: Leute mit Einkaufstaschen in Weil am Rhein. (17. Januar 2015)
Georgios Kefalas, Keystone

Nach dem leichten Zwischenhoch im April herrschte im Schweizer Detailhandel im Mai wieder Flaute. Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent gesunken.

Das teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) mit. Der Rückschlag ist den Angaben zufolge teilweise auf die Treibstoffverkäufe zurückzuführen. Ohne diese sei der Umsatz im Detailhandel nominal nur um 3,4 Prozent gefallen, hiess es. Zum Rückgang trugen aber auch Preissenkungen kräftig bei. Die realen Umsätze im Detailhandel ohne Treibstoffe sanken lediglich um 1,6 Prozent.

Einkaufstourismus

Detailhändler beklagen nach der Aufhebung des Euromindestkurses den weiter gestiegenen Einkaufstourismus im Ausland. Zudem schrumpfen ihre Umsätze, wenn sie Wechselkursvorteile via Preissenkungen an die Kunden weitergeben. Bei den Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren gingen die Umsätze um 1,5 Prozent zurück. Derweil brachen die Umsätze im Nichtnahrungsmittelsektor um 4,9 Prozent ein.

Im Vergleich zum Vormonat April schrumpften im Mai die saisonbereinigten Detailhandelsumsätze um 1,6 Prozent. Auch hier sanken die Verkäufe von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren um 1,3 Prozent. Bei Non-Food-Waren gaben die Umsätze um 2,0 Prozent nach.

SDA/dia

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