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Immobilien-Boom treibt Geschäfte von Finanzmakler MLP an

Stuttgart Der deutsche Finanz- und Versicherungsmakler MLP hat im Auftaktquartal dieses Jahres von einem Immobilienboom und einem Run auf private Krankenversicherungspolicen profitiert.

Die vor allem aus Provisionen stammenden Erlöse kletterten um 9 Prozent auf 130,8 Millionen Euro, obwohl das angestammte Geschäft mit Altersvorsorge-Verträgen schrumpfte, wie MLP am Donnerstag mitteilte. Die Marktbedingungen in der Altersvorsorge seien weiterhin «schwierig», räumte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg ein. Beim Abschluss langfristiger Verträge hielten sich die Kunden nach wie vor zurück. Auch der Konkurrent AWD hatte diese Zurückhaltung zuletzt zu spüren bekommen und war in den Monaten Januar bis März kaum vom Fleck gekommen. Im Zuge der Euro-Krise und der hohen Staatsverschuldung suchen viele MLP-Kunden offensichtlich ihr Heil im Immobilienbesitz. Auch private Krankenversicherungen sind sehr gefragt, da die gesetzliche Absicherung vielen Kunden nicht mehr ausreiche. Sparprogramm nützt Auf der Ertragsseite schlugen bei MLP die jüngsten Sparprogramme positiv zu Buche. Obwohl im ersten Quartal für die Straffung des Konzerns Abfindungszahlungen an ausscheidende Mitarbeiter anfielen, verdoppelte sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern auf 8,6 Millionen Euro. Nach Steuern blieb dem auf Hochschulabsolventen spezialisierten Makler ein Überschuss von 4,7 Millionen Euro nach 1,7 Millionen vor Jahresfrist. Die Zahl der Kundenbetreuer sank zu Jahresbeginn auf 2222 von 2273 Ende des vergangenen Jahres, die Kundenzahl nahm leicht auf 778'000 zu. MLP ist mit Swiss Life verbandelt. 2008 hatte Swiss Life versucht, neben AWD auch MLP zu übernehmen. Dies gelang dem Lebensversicherungskonzern allerdings nicht. Swiss Life ist aber an MLP beteiligt. Der Anteil ist im Dezember 2009 allerdings unter 10 Prozent gefallen.

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