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Insiderhändler oder Opfer eines SVP-Feldzugs?

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen früheren KPMG-Manager wegen Insiderdelikten. Der Ex-Revisor führt seinen beruflichen Absturz auf eine Kampagne von Christoph Mörgeli und seiner Partei zurück.

Von Rita Flubacher und Thomas Knellwolf
Verdächtige Transaktionen mit Wertpapieren haben Daniel Senn ins Visier der Bundesanwaltschaft gebracht. Foto: IStock
Verdächtige Transaktionen mit Wertpapieren haben Daniel Senn ins Visier der Bundesanwaltschaft gebracht. Foto: IStock

Daniel Senn ist nicht irgendwer. Zu seinen besten Zeiten war er so etwas wie der Revisor der Nation. Bei grossen Skandalen vertraute man gerne ihm und seinem Arbeitgeber, dem Wirtschaftsprüfer KPMG, heikle Gutachten an. So 2003 beim Geldwäschereiverdacht gegen den – inzwischen freigesprochenen – Banker Oskar Holenweger. Senn untersuchte Holenwegers Bank Tempus und liquidierte sie. Auch bei den Devisenspekulationen von Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand 2012 war seine Arbeit gefragt. Senn überprüfte die Devisengeschäfte auf die Konformität mit dem Reglement der Schweizerischen Nationalbank – und kam zum Schluss, dass Hildebrand nichts Unzulässiges getan hatte.

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