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Irland-Engagement belastet englische Grossbank Lloyds Lloyds erwartet mehr Ausfälle

London Ihr starkes Engagement im hoch verschuldeten Irland wird für viele britische Banken zum Fass ohne Boden.

Die teilverstaatlichte Grossbank Lloyds erklärte am Freitag, die wirtschaftliche Erholung in Irland werde wohl länger dauern als erwartet. Die Bank sehe sich deshalb gezwungen, ihre Risikovorsorge für das eigene 26,7 Milliarden Pfund schwere Irland-Engagement hochzuschrauben. Schon jetzt sei absehbar, dass weitere zehn Prozent des Gesamtwertes abgeschrieben werden müssten. Die Börse in London reagierte mit einem Ausverkauf von Finanztiteln: Lloyds-Papiere verloren zeitweise sechs Prozent. Die Aktien der Konkurrentin RBS, der die Ulster Bank in Irland gehört, gaben um fünf Prozent nach. Barclays-Anteilsscheine verloren zwei Prozent. Britische Banken sind traditionell sehr stark in Irland engagiert. Die irische Regierung hatte mehrere Milliarden in das marode heimische Bankensystem pumpen müssen. Am Ende half dem an den Finanzmärkten angezählten Land nur noch, unter den Euro- Rettungsschirm zu schlüpfen.

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