Zum Hauptinhalt springen

Island plant Ausstieg aus der Währungskontrolle

Reykjavik Island plant den langsamen Ausstieg aus der Währungskontrolle.

Der Prozess werde erst in vier Jahren beendet sein, teilte die Zentralbank des Inselstaats am Freitag mit. Die erste Phase des Ausstiegs sehe Auktionen vor, damit sich ausländische Investoren von ihren Anlagen in Höhe von rund 400 bis 500 Milliarden Isländischen Kronen (umgerechnet rund 3,2 bis 4 Milliarden Franken) trennen könnten. Nach dem Zusammenbruch des Bankensystems hatte Island die Kontrolle über die Landeswährung übernommen, um einen Kollaps der Isländischen Krone zu verhindern. Island mit seinen rund 300'000 Einwohnern wurde wie kaum ein anderes Land von der Finanzkrise getroffen. Das gesamte Bankensystem des Inselstaates im Nordatlantik kollabierte 2008 nach Jahrzehnten der aggressiven Expansion in Übersee innerhalb einer Woche. Nur durch die Verstaatlichung seiner Banken und mit Hilfe ausländischer Darlehen in Milliardenhöhe konnte eine Staatspleite verhindert werden. Zuletzt stabilisierte sich die Wirtschaft des Landes wieder. Wichtig für die weitere Entwicklung ist die Abstimmung der Isländer über das «Icesave»-Abkommen zur Schuldenrückzahlung an Grossbritannien und die Niederlande. Die Zentralbank teilte mit, eine Ablehnung könne auch den Ausstieg aus der Währungskontrolle verzögern.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch