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IWF: Griechenland kann Bankrott noch immer abwenden

Washington Das hochverschuldete Griechenland kann nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Staatsbankrott noch immer abwenden.

«Wenn die Griechen das tun, was sie tun müssen, wird es keine Zahlungsunfähigkeit geben», sagte der Leiter der IWF-Europaabteilung, Antonio Borges, am Freitag in Washington. Das im Juli von der EU beschlossene zweite Rettungspaket sei «äusserst wichtig» gewesen, da die Europäer ihre weitere Bereitschaft zur Unterstützung Athens gezeigt hätten. Diese Solidarität sei aber daran geknüpft, dass Griechenland «sein Haus in Ordnung» bringe. Ein möglicher Zahlungsausfall würde für Athen «katastrophale Folgen» haben, warnte Borges bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank. Griechenland würde in diesem Fall weiter einen «massiven Finanzierungsbedarf» haben. Dagegen würden Europas Banken eine Pleite Athens relativ gut verkraften können, sagte der IWF-Experte. Natürlich käme ein griechischer Staatsbankrott dem Bankensystem teuer zu stehen, doch würde dieser keinen «dramatischen Schlag» auslösen. Borges bekräftigte, dass der IWF eine Einbindung privater Gläubiger skeptisch sieht. Die freiwillige Beteiligung von Banken, wie sie die Staats- und Regierungschefs der EU im Juli beschlossen haben, dürfe erst dann auf den Weg gebracht werden, wenn sicher sei, dass Griechenland wieder auf die Beine komme.

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