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IWF stellt Eurozone verheerendes Zeugnis aus

Washington Mehr als zwei Jahre nach Ausbruch der Schuldenkrise stellt der Internationale Währungsfonds (IWF) der Europäischen Union ein verheerendes Zeugnis der Krisenbewältigung aus.

Im jährlichen IWF-Bericht zur Eurozone kommt der IWF zu dem Schluss, dass der Eurozone nach wie vor die «grundlegenden Werkzeuge» fehlten, um mit einem der Kernprobleme der Schuldenkrise fertig zu werden - dem Teufelskreis zwischen schwachen Banken und den knappen Kassen der Regierungen. Zugleich forderte der IWF «ehrgeizige» Massnahmen zur Wachstumsförderung. In der Eurozone bestehe die Gefahr einer Deflation, also der Kombination von Preisverfall und Wirtschaftskrise. Besonders den krisengeschüttelten Euro-Ländern wie Griechenland, Spanien oder Italien könne dies schwer schaden. In der Eurozone gebe es «ungefähr eine 25-prozentige Wahrscheinlichkeit», dass es bis zum Frühjahr 2014 dazu kommen könnte, schreibt der IWF. Die jüngsten EU-Gipfelbeschlüsse nannte der IWF einen «Schritt in die richtige Richtung», aber es müsse mehr getan werden. So bekräftigte der IWF seinen Ruf nach einer «vollständigen Bankenunion» mit «grösserer zentralisierter Risikoteilung». Der IWF forderte die Europäische Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die Krise die Geldpolitik weiter zu lockern. Er empfahl unter anderem weitere Zinssenkungen, einen verstärkten Ankauf von Staatsanleihen besonders gefährdeter Länder in der Eurozone.

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