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Kanton Jura verbietet Euro-Löhne für Grenzarbeiter

Die Löhne von Grenzarbeitern, die im Kanton Jura beschäftigt werden, dürfen nicht mehr in Euros ausbezahlt werden.

Zu diesem Schluss ist ein Schiedsgericht in Delsberg gekommen. Es stützt damit die Ansicht der Gewerkschaft Unia, die diese Lohnpraxis in zwei jurassischen Werken der Industriegruppe Von Roll beanstandete. Der Streitfall zwischen der Unia und Swissmem, dem Branchenverband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt. Der Schiedsspruch ist bereits am 12. September gefällt worden, wie Gerichtspräsident Damien Rérat am Dienstag auf Anfrage sagte. Die Unia äusserte sich in einem Communiqué zufrieden mit dem Entscheid. Die Schiedsrichter hätten befunden, mit der Auszahlung der Löhne in Euro würden die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit verletzt. Dies sei auch ein starkes Signal für andere Unternehmen, die ähnliche Massnahmen ergriffen hätten. Die Arbeitnehmervertretung erwartet nun, dass die ausländischen Mitarbeiter wieder mit Schweizer Franken entlöhnt werden. Zudem sei der Spruch die Basis für Nachzahlungsforderungen der betroffenen Arbeitnehmenden.

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