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Blocher nannten sie «Vögeli», Hildebrand «Kesselring»

Justizunterlagen zeigen, wie zwei Schulkollegen Nationalbankpräsident Hildebrand zu Fall brachten – und wie sie mit Tarnnamen operierten.

Und das war «Vögeli»: Nationalrat Christoph Blocher (schreitet über den Bundesplatz. (14. März 2012)
Und das war «Vögeli»: Nationalrat Christoph Blocher (schreitet über den Bundesplatz. (14. März 2012)
Peter Schneider, Keystone
Er wurde «Kesselring» genannt: Ex-Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand, hier an einer Pressekonferenz als er noch im Amt war.
Er wurde «Kesselring» genannt: Ex-Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand, hier an einer Pressekonferenz als er noch im Amt war.
Keystone
Er wurde gestern erstinstanzlich verurteilt, zieht den Fall aber weiter: Hermann Lei. (11. Januar 2012)
Er wurde gestern erstinstanzlich verurteilt, zieht den Fall aber weiter: Hermann Lei. (11. Januar 2012)
Regina Kühne, Keystone
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Beiden ist klar, dass sie mit gefährlichem Material hantieren. Also arbeiten sie mit Tarnnamen: Philipp Hildebrand, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), wird zu «H», «Dubach» oder «Kesselring». Christoph Blocher erhält die Codes «Vögeli» und «Chef».

Die Geschichte beginnt im November 2011. Reto T. besucht seinen alten Schulkollegen Hermann Lei in dessen Büro in Weinfelden TG. Der Computerspezialist, der für die Bank Sarasin in Zürich arbeitet, will dem Thurgauer Anwalt und SVP-Kantonsrat drei Dokumente zeigen. In diesen sind Aktien- und Devisentransaktionen des SNB-Präsidenten belegt. Lei und T. sind sich einig: Die Dokumente beweisen, dass Hildebrand sich sein Wissen als oberster Nationalbanker illegal zunutze machte, um mit Finanzgeschäften zu spekulieren.

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