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Geiz macht reich

Die zwei reichsten Deutschen häuften Milliarden an und lebten wie Bettler.

MeinungVon Beat Metzler

Die Werbung führt vor, was Reichtum bedeutet: Villen mit Pool, glänzende ­Limousinen, endlose Freizeit. Menschen, die solchen Bildern nachträumen, sind keine Kapitalisten; sie sind Luxusromantiker. Kapitalisten wohnen in schlecht beleuchteten Häusern, fahren alte Autos und arbeiten bis in die Nacht hinein.

So lebte Deutschlands reichster Mann, der kürzlich mit 94 Jahren verstorbene Aldi-Gründer Karl Albrecht (18 Milliarden Euro Vermögen). Sein Geiz grenzte ans Absurde. Wenn er ein Zimmer betrat, soll er zuerst das Licht gelöscht haben. Mit Bleistiften schrieb er, bis nur noch ein Stummel übrig blieb. Sein Haus lag in einer Anflugschneise.

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