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Hochgejubelt – ausgestiegen – ausgepackt

Als erfolgreicher Aktienhändler verdiente Erich Perroulaz zehn Jahre lang viel Geld. Dann kam der Bruch, er stieg aus und wusste kaum noch, wie man sich in der normalen Welt bewegt.

Herr Perroulaz, Sie haben jahrelang im Aktienhandel viel Geld verdient. Waren Sie ein guter Börsenhändler?(Überlegt lange.) Es fällt mir noch heute schwer, diese Frage zu beantworten. Sagen wir es so: Ich war sicher talentiert. Ich hatte den Ruf, ein Mann für spezielle Momente zu sein, der es fast immer schafft, das Blatt noch zu wenden. Was den Umsatz betrifft, waren andere erfolgreicher.

Sie haben schon im Alter von 21 Jahren in Zürich bei einer grossen japanischen Investmentbank ein Millionen-Portefeuille betreut und später in Genf, London und Atlanta Aktien an institutionelle Kunden verkauft. Waren Sie damals stolz auf Ihre Karriere?Ich stand permanent unter grossem Druck. Einerseits, weil ich viel zu schnell aufgestiegen war, anderseits, weil die Verkaufsvorgaben wenig Spielraum liessen. Es war eine Gratwanderung zwischen Beraterfunktion und aggressivem Verkauf, zwischen dem Fahrplan der Bank, den Kundeninteressen und den Gedanken an den eigenen Bonus. Ich versuchte, den Kunden zuzuhören und nur dann ein Geschäft zu machen, wenn die Interessen übereinstimmten. Dadurch lebte ich in einem permanenten Gewissenskonflikt.

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