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Vier Frauen für hundert Unternehmen

In den Chefetagen von Schweizer Unternehmen nimmt der Frauenanteil nur langsam zu, wie eine Studie zeigt. Auffallend: Grosse Unternehmen tun sich mit der Frauenförderung weniger schwer.

Nayla Hayek bleibt eine Exotin. Denn die Swatch Group, ihr Arbeitgeber, stellt als einziges der hundert grössten Schweizer Unternehmen eine Frau fürs Präsidium. Alle anderen Grossunternehmen werden von Männern beaufsichtigt. Auch bei den CEOs bleibt der Frauenanteil klein: Monika Ribar (bis vor kurzem Panalpina), Jasmin Staiblin (ehemals ABB Schweiz, neu Alpiq) und Susanne Ruoff (Post) waren zum Stichtag 1. Januar 2013 die einzigen weiblichen Vertreter im Pool der Unternehmenschefs der rund hundert grössten Firmen. Auch wenn die Zahlen leichte Verbesserungen anzeigen, so lässt der neue Schillingreport nur ein Fazit zu: Die «gläsernen Decken» zwischen Mittelbau und Teppichetage in Schweizer Unternehmen sind grösstenteils intakt, nur wenige Frauen schaffen den Sprung nach ganz oben.

So stellen Frauen nach wie vor nur 6 Prozent des Personals auf der Stufe Geschäftsleitung, wie die heute veröffentlichte Studie des Executive-Search-Unternehmers Guido Schilling zeigt – eine minimale Erhöhung gegenüber dem Vorjahreswert von 5 Prozent (siehe Grafik oben). In absoluten Zahlen stieg die Frauenvertretung unter total 860 Geschäftsleitungsmitgliedern von 48 auf 52. Vier Frauen stiessen demnach im Jahr 2012 netto in die Führungsriege von hundert Schweizer Unternehmen hinzu. Unter den Neuzuzügen macht der Frauenanteil insgesamt 9 Prozent aus. Im Vorjahr hatte der entsprechende Wert noch bei 13 Prozent gelegen, wie die Studie aufzeigt.

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