Kommt Vincenz vor Ostern frei?

Die Untersuchungen gegen den ehemaligen Raiffeisenchef sind offenbar für den Moment abgeschlossen – Verdunkelungsgefahr gebe es nicht mehr.

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Vier Wochen nachdem Pierin Vincenz und sein Geschäftspartner Beat Stocker verhaftet wurden, sieht es jetzt danach aus, dass der ehemalige Raiffeisenchef noch vor Ostern freigelassen wird. Gemäss zwei gut informierten Quellen sind die nötigen Untersuchungen und Befragungen für den Moment abgeschlossen, und Verdunkelungsgefahr ist nicht mehr gegeben. Sie vermuten darum, dass Vincenz schon heute frei kommen könnte.

Weder Vincenz’ Anwalt Lorenz Erni noch die Zürcher Staatsanwaltschaft wollten am Mittwochabend zu einer möglichen Freilassung einen Kommentar abgeben.

Vincenz wurde verhaftet, weil ihm bei zwei Firmenkäufen, die er in seiner Zeit als CEO durchführte, vorgeworfen wird, er habe sich auf Kosten des Unternehmens bereichert. Im einen Fall geht es um die Finanzierungsgesellschaft Investnet, die sich Raiffeisen noch unter Vincenz gekauft hat und an der er sich nach seinem Abgang mit 15 Prozent beteiligte.

Weiter steht die Vermutung im Raum, dass er seine Macht bei Aduno ebenfalls zum persönlichen Vorteil ausgenutzt hat. Und es ist weiterhin davon auszugehen, dass Vincenz wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung angeklagt wird.


Mehr zum Thema: Hat Vincenz Gisel hereingelegt? Warum die Staatsanwaltschaft Pierin Vincenz noch immer in Untersuchungshaft hält.

Video – Der Raiffeisen-CEO zum «Fall Vincenz»

Die Eröffnung des Strafverfahrens gegen Vincenz und vier weitere Personen durch die Zürcher Staatsanwaltschaft habe für Raiffeisen «völlig neue Informationen» ergeben, sagt Patrik Gisel. (Video: Tamedia)

Erstellt: 28.03.2018, 21:49 Uhr

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