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10'000er-Marke geknackt

Historischer Moment für die Deutsche Börse: Knapp 26 Jahre hat es gedauert, bis der DAX fünfstellig geworden ist. Der Grund liegt in Frankfurt.

Der deutsche Leitindex übersprang am Donnerstag die psychologisch und technisch wichtige Marke von 10'000 Punkten. Nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg der DAX um 0,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 10'002,67 Zählern.

Der «Draghi-Effekt» wirkte allerdings nur kurz. Nach entsprechenden Signalen des EZB-Chefs Mario Draghi in den vergangenen Wochen hatten sich viele Anleger auf die neuen Geldspritzen für die Finanzbranche eingestellt. Am Schluss verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von mageren 0,2 Prozent bei 9947,83 Punkten in den Feierabend.

Dow Jones brauchte 100 Jahre

Damit wurde der DAX knapp 26 Jahre nach seiner Einführung erstmals fünfstellig. Unter den bekannten Standardwerte-Indizes gibt es nicht viele, die das geschafft haben.

Zum Vergleich: Der Dow Jones - die Mutter aller Börsenbarometer - brauchte hierfür mehr als 100 Jahre. In Europa hat der DAX punktemässig die meisten bekannten Blue-Chip-Indizes abgehängt. Der «Footsie», der die 100 grössten britischen Börsenwerte zusammenfasst, hat es bislang noch nicht einmal über die 7000er Marke geschafft.

Fünfstellig sind unter den bekannten europäischen Indizes nur diejenigen aus Madrid und Mailand, die aktuell bei über 10'950 beziehungsweise bei 22'100 Zählern liegen.

Der EuroStoxx50, der die Kursentwicklung der grössten Unternehmen der Euro-Zone widerspiegelt, hinkt dem DAX hinterher. Mit etwa 3280 Punkten und maximal 5522 Zählern, die er am 7. März 2000 erreicht hatte, ist er noch ein gutes Stück von der Fünfstelligkeit entfernt. Er ist aber wie der 1896 eingeführte Dow ein Kurs-Index. Wenn man den DAX als Kursindex berechnet, liegt er nur bei 5150 Zählern.

AFP/kpn

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