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2011 wird kein Jahr für Aktienanleger

Die Börsenexperten erwarten dieses Jahr einen Aufwärtstrend beim Swiss Market Index. Doch die Aktienmärkte seien instabil. Analysten warnen deshalb vor übertriebenen Hoffnungen auf das grosse Geschäft.

Die Konjunktur wird dieses Jahr wohl instabil bleiben: Eingangsbereich der Börse.
Die Konjunktur wird dieses Jahr wohl instabil bleiben: Eingangsbereich der Börse.
Keystone

Nachdem 2010 die europäische Schuldenkrise und die Angst vor einem erneuten Abgleiten der Wirtschaft in eine Rezession für Turbulenzen an den Aktienmärkten gesorgt haben, wird auch 2011 kein einfaches Jahr für Aktienanleger. Die Konjunktur ist dafür zu unstabil.

In Analystenkreisen ist man sich zwar einig, dass Aktien gegenüber Staatsanleihen eine deutlich attraktivere Rendite einbringen werden. Allerdings wird zu Diversifikation geraten, da die weltweite Wirtschaftserholung vielen Experten zufolge noch auf tönernen Füssen steht.

Börsengänge nehmen zu

Für den Swiss Market Index (SMI), welcher die Kursentwicklung der zwanzig grössten und wichtigsten Aktientitel an der Schweizer Börse widerspiegelt, wird überwiegend mit einer Aufwärtsbewegung gerechnet. Ausserdem wird allgemein davon ausgegangen, dass die Zahl der Firmenübernahmen und Börsengänge zunimmt.

Alex Durrer, Chefökonom der LGT Group, warnt aber vor einer übertriebenen Zuversicht. Die Wende zum «moderat Besseren» sei zwar wahrscheinlich, doch die Konjunktur sei noch sehr instabil. Er zieht zwar wie viele seiner Kollegen Aktien den Anleihen vor, erwartet aber nicht, dass die «Bäume gleich in den Himmel wachsen.»

Swiss Market Index bei über 7000 Punkten

Die Bank Sarasin, die mit einem zyklischen Abschwung in der ersten Jahreshälfte rechnet, sieht 2011 nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial für die Aktienmärkte. Den SMI, der kurz vor Jahresende wieder unter die 6500 Punkte gefallen ist, sehen die Experten zur Jahresmitte bei 6000 Punkten, zum Jahresende soll er dann wieder auf über 7000 Punkte steigen.

Christoph Riniker, Leiter des Strategy Research der Bank Julius Bär, ist grundsätzlich gegenüber Aktien positiv eingestellt. Aufgrund des Konjunkturzyklus dürfte sich der Schweizer Aktienmarkt seiner Ansicht nach eher etwas unterdurchschnittlich entwickeln. Den SMI sieht aber auch er per Ende 2011 bei über 7000 Punkten.

Ebenfalls zurückhaltend beurteilt Panagiotis Spiliopoulos, Leiter des Aktienresearchs bei Vontobel, das Potenzial des SMI. Zwar rechnet auch er mit einer weiteren, deutlichen Erholung der Unternehmensgewinne, insbesondere bei den Schwergewichten an der Börse. Den Schweizer Leitindex sieht aber auch er Ende 2011 bei nur knapp über 7000 Zählern.

SDA/miw

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