Bernanke ulkt über Wirtschaftsforscher

Normalerweise wird jedes öffentlich gesprochene Wort eines Fed-Präsidenten darauf abgeklopft, ob damit etwas Neues zum Kurs der Währungshüter gesagt oder angedeutet wird. Diesmal war es anders.

Zeigte sich von der lockeren Seite: Ben Bernanke an einer Feier der Eliteuniversität Princeton. (1. Juni 2013)

Zeigte sich von der lockeren Seite: Ben Bernanke an einer Feier der Eliteuniversität Princeton. (1. Juni 2013) Bild: Keystone

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Bei der Rede von Fed-Chef Ben Bernanke vor der Abschlussklasse der Eliteuniversität Princeton haben die Experten diesmal absolut nichts entdecken können – dafür aber eine deutliche Kritik an der Selbstgewissheit von Wirtschaftswissenschaftlern vernommen.

«Wirtschaftswissenschaft ist ein anspruchsvolles Gedankensystem, das hervorragend darin ist, Politikern präzise zu erklären, warum ihre in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen falsch waren», sagte Bernanke am Sonntag. «Bezüglich der Zukunft nicht so sehr.»

Bernanke, der einst in Princeton forschte und lehrte, gab den Studenten noch einen aus dem Kinofilm «Forrest Gump» entliehenen Tipp mit in ihr Berufsleben: Das Leben sei wie Pralinenschachteln, man wisse nie, was man bekomme. Die Studenten sollten offen für Überraschungen sein, die sicherlich auf ihrem Berufsweg warteten. (sda)

Erstellt: 04.06.2013, 08:39 Uhr

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