Die Griechen holen ihr Geld wieder nach Hause

Die griechischen Banken verzeichneten im Juli rund zwei Prozent mehr Einlagen. Nicht so in Spanien: Dort ziehen die Kunden ihr Geld weiterhin von den Geldhäusern ab.

Erstmals seit mehreren Monaten vertrauen die Griechen ihren Banken wieder mehr: Ein Mann geht an der Emporiki-Bank in Athen vorbei. (31. Juli 2012)

Erstmals seit mehreren Monaten vertrauen die Griechen ihren Banken wieder mehr: Ein Mann geht an der Emporiki-Bank in Athen vorbei. (31. Juli 2012) Bild: Keystone

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Konsumenten und Unternehmen haben erstmals seit einigen Monaten wieder mehr Geld bei griechischen Banken angelegt. Deren Einlagen erhöhten sich im Juli um rund zwei Prozent auf 159,4 Milliarden Euro, wie aus den heute veröffentlichten Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht.

Noch im Juni waren die Bankeinlagen um fünf Prozent gefallen, ebenso in den Monaten davor. Grund dafür waren Spekulationen über ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Dies hätte bei einem Sieg der Spargegner bei der Parlamentswahl gedroht, bei der sich aber die Befürworter des Reformkurses durchsetzten.

Einlagen in Spanien schrumpfen erneut

Im ebenfalls krisengeplagten Spanien ziehen Privatpersonen und Firmen dagegen weiterhin Geld von ihren Banken ab. Die Einlagen schrumpften so gegenüber dem Vormonat um fast fünf Prozent auf 1,509 Billionen Euro.

An den internationalen Finanzmärkten hat sich Spanien derweil erneut Milliardensummen geliehen. Das südeuropäische Land verkaufte heute Geldmarktpapiere und sammelte dabei 3,6 Milliarden Euro ein. Im Vorfeld waren nur 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro erwartet worden. (rbi/sda)

Erstellt: 28.08.2012, 14:52 Uhr

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