Die Rangliste der besten Lohnzahler

Vergleichen Sie Ihren Lohn: Wir zeigen die Mediansaläre von 58 Branchen in der grossen Übersicht.

Die Löhne der Schweiz: Das Bundesamt für Statistik zeigt die neusten Daten.
Video: Keystone

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Heute Montag hat das Bundesamt für Statistik (BFS) die neusten Lohndaten publiziert. Sie zeigen: Die höchsten Saläre kriegt man bei der Pharma, bei den Banken und in der Unternehmensberatung. Der Medianlohn beläuft sich in all diesen Wirtschaftszweigen auf über 9600 Franken pro Monat. Es handelt sich dabei um jenen mittleren Lohn, bei welchem die eine Hälfte der Mitarbeiter dieser Branche weniger verdient und die andere Hälfte mehr. Alle Daten beziehen sich aufs Jahr 2016, das aktuellste vom Bund ausgewertete Jahr:

Zuunterst rangieren die persönlichen Dienstleistungen, wie sie etwa Coiffeusen erbringen. Schlecht verdient man auch in der Gastronomie und der Hotellerie. Hier sind die mittleren Löhne knapp halb so hoch wie in der Pharma und der Finanzbranche. Dies, obwohl alle hier aufgeführten Monatslöhne standardisiert sind. Will heissen: Das BFS hat sie auf eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden umgerechnet. Die Bruttolöhne umfassen auch ein Zwölftel eines allfälligen 13. Monatslohns. Erhoben wurden die Daten bei rund 37’000 Unternehmen mit 1,7 Millionen Mitarbeitern. Vergleicht man die Saläre mit jenen früherer Jahre, fällt auf, dass sie vor allem bei den Versicherungen und bei der Pharma stark gestiegen sind:

Deutlich gesunken sind dagegen die Löhne der Arbeitsvermittler – im Vergleich zu 2010 um 6,4 Prozent. Auch die Sozialarbeiter und die Mitarbeiter der Druckindustrie, der Wasserversorgung sowie der Abfall- und Abwasserentsorgung müssen sich mit weniger Lohn zufriedengeben.

Eine vollständige Branchenübersicht über die Salärentwicklung seit 2010 finden Sie hier.

Die Löhne haben sich nicht nur in den verschiedenen Branchen unterschiedlich entwickelt. Auch regional zeigen sich bemerkenswerte Differenzen. Am stärksten legten die Saläre seit 2010 im Espace Mittelland zu – um 6 Prozent. Dahinter folgen die Zentral- und die Ostschweiz sowie die Grossregion Zürich mit je 5 Prozent. In der Genferseeregion stiegen die Löhne dagegen in den sechs Jahren nur um 2 Prozent. Nicht viel besser sieht es mit 3 Prozent im Tessin aus, das absolut betrachtet deutlich zurückbleibt. Angeführt wird das Feld von Zürich mit einem Medianlohn von 6869 Franken.

Interessant ist auch, wie stark sich die Saläre der Frauen von jenen der Männer unterscheiden. Am grössten ist die Differenz bei den Versicherungen. Hier verdienen die Frauen 31,3 Prozent weniger als die Männer. Auch bei den Banken und in der Uhrenindustrie ist die Differenz gross.

Im Hochbau hingegen verdienen Frauen besser als Männer. Wahrscheinlich arbeiten sie eher im Büro, während auf der Baustelle Männer am Werk sind. In allen anderen Branchen ist es umgekehrt, wobei die Differenzen im Tief- und Bergbau klein sind.

Eine vollständige Branchenübersicht über die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern finden Sie hier.

Insgesamt beträgt das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern 12 Prozent. Der Medianlohn bei den Männern beträgt 6830 Franken, jener bei den Frauen 6011 Franken. Je höher die Anforderung an eine Stelle, desto grösser ist die Differenz zwischen den Geschlechtern.

Im Kader verdienen Ausländer besser

Die Unterschiede zwischen den höchsten und den niedrigsten Löhnen sind in etwa stabil geblieben. Die zehn Prozent der Arbeitnehmenden mit den tiefsten Löhnen verdienten weniger als 4313 Franken pro Monat, während die am besten bezahlten zehn Prozent einen Lohn von über 11‘406 Franken erhielten.

Über alle Branchen hinweg beläuft sich der Medianlohn auf 6502 Franken, wobei die Schweizer etwas darüber liegen (6808 Franken) und die Ausländer darunter (5893). Bei hohem Verantwortungsniveau ist es dagegen umgekehrt: Hier verdienten beispielsweise Grenzgängerinnen und Grenzgänger 10‘750 Franken und Personen mit Aufenthaltsbewilligung 12‘247 Franken, während sich der Lohn der Schweizer Arbeitnehmenden mit hohem Verantwortungsniveau auf 10‘136 Franken belief.

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Erstellt: 14.05.2018, 12:06 Uhr

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