Die Schweiz schafft sich nach ganz oben

1997 belegte die Schweiz noch den 12. Platz in der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder. Nun liegt nur noch ein Land vor ihr. Manche EU-Länder rutschten hingegen in die Tiefe.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Schweiz hat sich in der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder des Lausanner Managementinstituts IMD noch einmal nach vorne gearbeitet und belegt nun bereits den zweiten Platz hinter den USA. Die beiden Länder profitieren dabei auch davon, dass Europa wegen der Schuldenkrise geschwächt ist.

Vor Jahresfrist hatte die Schweiz in den World Competitiveness Rankings des Institute for Management Development (IMD) noch den dritten Rang belegt, nachdem sie zuvor jahrelang auf dem vierten und fünften Platz figuriert hatte. 1997 noch hatte sie erst die 12. Position belegt.

Die Schweiz profitiere derzeit von einer diversifizierten und stark exportorientierten Wirtschaft, was ihre «ausserordentliche Robustheit» erkläre, heisst es beim IMD. Dazu kämen effiziente und innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Italien, Spanien und Portugal massiv abgerutscht

Weitere Faktoren, welche die Schweiz auf den Topplatz befördern, seien ihre Konstanz und ihre Vorhersehbarkeit. Zudem weise sie eine Widerstandsfähigkeit gegenüber ökonomischen Zyklen und Krisen auf. Die Studie weist auch auf niedrige Kapitalkosten und positive Anreize für ausländische Investoren hin. Dazu komme ein Erziehungssystem auf hohem Niveau.

Unter den ersten zehn Ländern in der Rangliste können zwei weitere europäische Länder mit ähnlichen Vorteilen wie die Schweiz punkten: Schweden auf dem vierten Platz und das auf dem neunten Rang liegende Deutschland.

Um mehrere Ränge abgerutscht sind dagegen die europäischen Krisenländer Italien (Platz 44), Spanien (45) und Portugal (46). In den hinteren Rängen zu finden ist auch Frankreich (28), während Grossbritannien den 18. Rang belegt.

In den World Competitiveness Rankings des IMD werden 60 Länder nach 333 Kriterien untersucht. Zwei Drittel der verwendeten Daten beruhen auf nationalen und internationalen Statistiken. (kle/sda)

Erstellt: 30.05.2013, 08:51 Uhr

Die Schweiz steht gut da: Das «World Competitiveness Ranking» des Institute for Management Development. (Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik vergrössert zu sehen.) (Bild: IMD)

Beflügeltes Wachstum

Privater Konsum, Bauinvestitionen und Aussenhandel haben das Wirtschaftswachstum der Schweiz im ersten Quartal beflügelt. Das Bruttoinlandprodukt wuchs um 0,6 Prozent gegenüber dem Jahresende 2012. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte das das BIP um 1,1 Prozent zu.

Bei der Produktion wuchs die Wertschöpfung in mehreren Wirtschaftszweigen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Dazu gehören namentlich Industrie, Baugewerbe, Finanzsektor und viele nicht-finanzielle private und öffentliche Dienstleistungen.

Die Ausgaben für den privaten Konsum stiegen gegenüber dem Schlussquartal 2012 um 0,6 Prozent. Dabei legten die Ausgaben für Gesundheit und Wohnen am meisten zu. Der Staat und die Sozialversicherungen konsumierten dagegen 0,9 Prozent weniger.
(sda)

Artikel zum Thema

Wettbewerbsfähigkeit: Schweden überholt die Schweiz

Die Schweiz darf sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen: In einer Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt rutscht das Land um einen Platz nach hinten. Die Gründe. Mehr...

EU lockert Spardruck und rüffelt Musterschüler Deutschland

Der Widerstand gegen die Austeritätspolitik darf einen Sieg feiern. Frankreich sowie weitere Staaten erhalten mehr Zeit zum Abbau der Defizite. Ausruhen sollen sie sich aber nicht – auch Deutschland nicht. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Kommentare

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Fakelträger: Junge Ungaren ziehen in Erinnerung an die Studentenproteste von 1956 durch die Strassen von Budapest. (22. Oktober 2018)
(Bild: Szilard Koszticsak) Mehr...