Google-Aktie erstmals über 1000 Dollar

Nach starken Zahlen schiesst die Google-Aktie um über 13 Prozent in die Höhe und katapultiert damit auch den wichtigen Börsenindex S&P 500 auf ein Rekordniveau.

Staunen und Handeln: Ein Broker an der New Yorker Börse. (18. Oktober 2013)

Staunen und Handeln: Ein Broker an der New Yorker Börse. (18. Oktober 2013) Bild: Keystone

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Die US-Börsen befinden sich weiter in Aufwärtsbewegung. Getrieben werden die Kurse von den starken Resultaten der Börsenschwergewichte Google und General Electric. Der breit gefasste Aktienindex S&P 500 eröffnete bei 1736 Punkten und tendierte danach weiter aufwärts.

Die Aktie des US-Internetkonzerns Google hat nach Bekanntgabe eines Gewinnsprungs von 36 Prozent im dritten Quartal die Tausend-Dollar-Marke übersprungen. Rund 40 Minuten nach Handelsbeginn lag der Kurs der Google-Aktie am Freitagmorgen (Ortszeit) an der New Yorker Technologie-Börse Nasdaq bei rund 1006 Dollar, rund 43 Prozent höher als zu Jahresbeginn.

Tiefere Marge, mehr Clicks

Sprudelnde Gewinne aus Werbeeinnahmen liessen den Gewinn von Google in den vergangenen Monaten in die Höhe schiessen. Unterm Strich nahm Google 2,97 Milliarden Dollar ein, wie der Internetkonzern mitteilte. Der Umsatz stieg demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 14,89 Milliarden Dollar. Zwar zahlten Unternehmen Google den Geschäftszahlen zufolge weniger für Internetwerbung; die Nutzer klickten aber häufiger auf Anzeigen.

Die asiatischen Börsen haben am Freitag uneinheitlich geschlossen. Während in Japan der Nikkei-Index mit einem leichten Minus aus dem Handel ging, wurden an anderen Handelsplätzen Gewinne verzeichnet.

Händler sagten, nach der vorläufigen Einigung im US-Etatstreit herrsche bereits wieder Besorgnis, welche Folgen der 16-tägige Haushaltsnotstand in Washington für die Wirtschaft haben könnte.

Für positive Impulse sorgten chinesische Konjunkturdaten. Im dritten Quartal wuchs die Wirtschaft in der Volksrepublik im Rahmen der Erwartungen um 7,8 Prozent und damit stärker als in den Vorquartalen.

Beherrschendes Thema in Fernost blieb der US-Haushaltsstreit. «Es ist keine Frage, dass der Shutdown in den USA sich auf die Konjunkturdaten auswirken wird, aber wie sehr und wie lange wird das der Fall sein?», fragte Stefan Worrall von der Credit Suisse in Tokio. (cpm)

Erstellt: 18.10.2013, 16:27 Uhr

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