IWF führt verpflichtende Bankentests für 25 Länder ein?

Noch mehr Kontrolle im Finanzsektor: Nach dem Beschluss des Regelwerks «Basel III» kündigt nun auch der Internationale Währungsfonds strengere Massnahmen an.

Auch Schweizer Banken müssen sich auf die Tests der IWF gefasst machen: Paradeplatz in Zürich.

Auch Schweizer Banken müssen sich auf die Tests der IWF gefasst machen: Paradeplatz in Zürich. Bild: Keystone

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) will 25 Länder mit grossen Finanzsektoren künftig regelmässigen Stabilitätstests unterziehen. Darunter befindet sich auch die Schweiz.

Der Exekutivrat des IWF beschloss nach einer am Montag in Washington veröffentlichten Erklärung, dass die bislang freiwilligen Stabilitätstests künftig verpflichtend werden sollten. Ziel sei es, frühzeitig mögliche Schwächen und Schieflagen zu entdecken, die Folgen für das weltweite Finanzsystem haben könnten.

Fachleute der Weltbank

Ausgeführt werden sollen die Tests von Experten des IWF, in Entwicklungsländern sollen dafür auch Fachleute der Weltbank hinzugezogen werden. Mit dem «Programm zur Bewertung des Finanzsektors» (FSAP) will der IWF nach eigenen Angaben «die Lehren aus der jüngsten Finanzkrise ziehen, die auf finanzielle Ungleichgewichte in grossen und weltweit vernetzten Ländern zurückzuführen ist».

Neben den G-7-Staaten und der Schweiz gilt die neue Vorschrift auch für weitere Industrieländer wie etwa Australien und Südkorea sowie für Schwellenländer wie China, Brasilien und Indien. In welchem Abstand die Tests ausgeführt werden sollten, teilte der IWF noch nicht mit. Die FSAP-Tests waren bereits 1999 nach der Finanzkrise in Asien eingeführt worden, sie wurden allerdings nur auf freiwilliger Basis vorgenommen. (mrs/sda)

Erstellt: 27.09.2010, 21:36 Uhr

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