Japan mit neuem Rekord beim Handelsdefizit

Die Exportnation Japan fährt nun schon seit 17 Monaten Defizite im Aussenhandel ein. Im November war es so hoch wie noch nie. Als Hauptgrund gilt die Energiepolitik seit dem Atomunglück in Fukushima.

Vor allem Autos und Unterhaltungselektronik galten einst als Paradedisziplinen der Japaner: Eine Frau präsentiert den X-Trail von Nissan in Yokohama. (16. Dezember 2013)

Vor allem Autos und Unterhaltungselektronik galten einst als Paradedisziplinen der Japaner: Eine Frau präsentiert den X-Trail von Nissan in Yokohama. (16. Dezember 2013) Bild: AFP

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Das japanische Handelsdefizit hat im November erneut einen Rekordstand erreicht: Wie die Regierung in Tokio am Mittwoch bekanntgab, steig der Fehlbetrag um 35 Prozent auf 1,29 Billionen Yen (etwa 11,5 Milliarden Franken) – nach einem Defizit von 957 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum.

Das ist bereits der 17. Monat in Folge mit einer negativen Handelsbilanz, wie das Finanzministerium mitteilte. So lange habe ein Negativtrend seit der ersten Erhebung vergleichbarer Statistiken im Jahr 1979 noch nie angedauert.

Einfuhr teurer Brennstoffe

Die Importe legten den Angaben zufolge im vergangenen Monat um 21 Prozent zu, während die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent stiegen. Hintergrund der Entwicklung sind die Einfuhr teurer Brennstoffe als Folge der Atomkatastrophe von Fukushima 2011 sowie der schwache Yen. (rub/sda)

Erstellt: 18.12.2013, 06:51 Uhr

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