Konjunkturdaten lasten auf der Wall Street

Die US-Börsen haben zum Wochenausklang keine gemeinsame Richtung gefunden. Während der Dow Jones ein hauchdünnes Plus schaffte, rutschten der S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq ins Minus.

Eingetrübte Stimmung der US-Konsumenten: Ein Händler an der New Yorker Börse. (26. April 2013)

Eingetrübte Stimmung der US-Konsumenten: Ein Händler an der New Yorker Börse. (26. April 2013) Bild: Keystone

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In den USA pendelte heute im Tagesverlauf der Dow-Jones-Index zwischen einem Hoch von 14.743 und einem Tief von 14.684 Punkten. Er schloss mit einem hauchdünnen Plus von 0,1 Prozent auf einem Stand von 14.712 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 büsste dagegen 0,2 Prozent auf 1582 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,3 Prozent auf 3279 Punkte. Auf Wochensicht ergab sich für den Dow ein Plus von 1,1 Prozent, für den S&P von 1,7 und für die Nasdaq von 2,3 Prozent.

Zwar zeigte die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts, dass die amerikanische Wirtschaft im ersten Quartal an Schwung gewonnen hat. Allerdings blieb der aufs Jahr hochgerechnete Anstieg von 2,5 Prozent unter den von den Analysten erwarteten 3,0 Prozent. Während die Konsumausgaben zulegten – die in den USA zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen –, bremste der Aussenhandel.

Konsumentenstimmung eingetrübt

Zum Auftakt des zweiten Quartals trübte sich dann auch die Stimmung der US-Konsumenten ein. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen sank im April auf 76,4 von 78,6 Punkten im Vormonat, wie Thomson Reuters und die Universität Michigan heute nach endgültigen Berechnungen mitteilten.

Die Aktien von Amazon rauschten nach der Vorlage der Quartalszahlen gut sieben Prozent in den Keller. Der weltgrösste Online-Händler steigerte seinen Umsatz zwar um 22 Prozent. Allerdings zeigten sich Analysten vom Ausblick enttäuscht.

Bei Starbucks war es der Umsatzanstieg von elf Prozent, der den Markt nicht zufriedenstellte. Titel des Kaffeerösters sanken um 0,8 Prozent. Der Energiekonzern Chevron stützte dagegen den Dow. Die Aktien legten knapp 1,3 Prozent zu, nachdem das Unternehmen die Märkte mit seiner Quartalsbilanz positiv überrascht hatte.

Steil bergauf ging es für die Papiere von J.C. Penney, nachdem die Bank Goldman Sachs ein fast 1,8 Milliarden Dollar schweres Finanzpaket für den angeschlagenen Einzelhändler geschnürt hatte. Die Anteilsscheine verteuerten sich um fast zwölf Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 681 Millionen Aktien den Besitzer. 1208 Werte legten zu, 1744 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,7 Milliarden Aktien 931 Titel im Plus, 1510 im Minus und 95 unverändert. (rbi/sda)

Erstellt: 26.04.2013, 23:20 Uhr

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