SMI sackt ab – Franken zieht an

Die Unsicherheit um die Regierungsbildung in Italien setzt die Schweizer Börse und die Eurozone unter Druck.

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Unter 8800 Punkten: Der SMI sackte am Mittwoch ab. Bild: Screenshot Finanz und Wirtschaft

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Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch stark unter Druck geraten. Rezessionsängste, Sorgen um die Regierungsbildung in Italien sowie Äusserungen des US-Präsidenten Donald Trump zur Handelspolitik mit China haben zu Gewinnmitnahmen geführt und die Börse auf Talfahrt geschickt.

Der Swiss Market Index (SMI) hat zu Handelsende deutliche 1,58 Prozent auf 8794,94 Punkte eingebüsst. Der breite Swiss Performance Index (SPI) fiel um 1,40 Prozent auf 10'505,46 Zähler. Dabei beendeten von den 30 grössten Titeln bis auf Sonova alle das Geschäft im Minus.

Einbussen verzeichnete am Mittwoch auch der Euro, der zum Franken zwischenzeitlich gar unter die Marke von 1,16 fiel. Die schwachen Konjunkturdaten in der Eurozone sowie die Sorgen um eine eurokritische Regierung in Italien belasteten die Gemeinschaftswährung.

Die Verlierer

An der Schweizer Börse liessen angesichts der Unsicherheiten um die weitere Konjunkturentwicklung konjunktursensitive Aktien wie jene des Personalvermittlers Adecco (-3,0 Prozent) oder des Industriekonzerns ABB (-2,9 Prozent) deutlich Federn. Und die vom Export stark abhängigen Papiere des Uhrenkonzerns Swatch gaben um 2,3 Prozent nach.

Julius Bär verbilligten sich nach der Vorlage von Zahlen zur Geschäftsentwicklung in den ersten vier Monaten um 3,4 Prozent. Die Privatbank habe mit den Angaben zum Neugeldzufluss etwas enttäuscht, monierten Analysten. Vor allem wurde aber auf den starken Lauf der Aktien in den vergangenen Wochen verwiesen, der zu Gewinnmitnahmen verleitet habe.

Noch stärker als Julius Bär kamen Swiss Re (-3,8 Prozent) unter Druck. Händler begründeten die Abgaben mit dem Fall unter die Marke von 92 Franken. Dies habe Stop-Loss-Aufträge ausgelöst. Und auch der Glaube, dass das japanische Technologiekonglomerat Softbank sich tatsächlich noch an Swiss Re beteiligt, scheine zu schwinden, hiess es.

Weitere grössere Verluste waren im Blue Chips-Segment etwa auch bei Credit Suisse (-2,9 Prozent), LafargeHolcim (-2,2 Prozent) oder Clariant (je -2,2 Prozent) zu sehen. Die Schwergewichte Nestlé und Novartis konnten sich dem Abwärtssog kaum entziehen und büssten 0,5 beziehungsweise 0,7 Prozent ein.

Einzig Sonova ( 0,6 Prozent) legten zu. Am Tag nach den Jahreszahlen gab es positive Analystenstimmen zu den Aussichten des Hörgeräteherstellers – etwa aus dem Hause Credit Suisse. Die CS-Analysten bewerteten die ergebnisbedingte Kursschwäche vom Dienstag als Übertreibung. (ij/sda)

Erstellt: 23.05.2018, 18:38 Uhr

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