Schwedische Notenbank beendet Negativzinspolitik

Damit wagt die Bank in skandinavischen Land abermals ein neues Experiment.

Stockholm im neuen Licht: Die schwedische Reichsbank geht andere Wege als die Nationalbank in der Schweiz. (Keystone/Archiv)

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Stockholm im neuen Licht: Die schwedische Reichsbank geht andere Wege als die Nationalbank in der Schweiz. (Keystone/Archiv) I

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Als erste grössere Zentralbank beendet die schwedische Notenbank ihre Negativzinspolitik. Wie die Reichsbank am Donnerstag in Stockholm mitteilte, steigt ihr Leitzins von minus 0,25 Prozent auf null Prozent.

Analysten hatten diesen Schritt weitgehend erwartet, da er seit längerem durch die Notenbank verbal vorbereitet worden war. Entsprechend reagierte die Landeswährung Krone zunächst nicht auf den Entscheid.

Die Notenbank Schwedens beendet mit ihrem Schritt ein geldpolitisches Experiment – und beginnt zugleich ein neues. Vor etwa fünf Jahren hatte sie ihren Leitzins in negatives Terrain reduziert, um die Aufwertung der Krone zu dämpfen und zugleich die Wirtschaft des skandinavischen Landes anzuschieben.

Mit der Aufgabe dieser Politik reagiert die Reichsbank auch auf zahlreiche Nebenwirkungen negativer Leitzinsen, unter denen vor allem der Bankensektor und traditionelle Anleger mit festverzinslichen Sparanlagen zu leiden haben. Zugleich stemmt sich die Notenbank gegen andere grosse Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) oder die Schweizerische Nationalbank (SNB), die an ihrer Negativzinspolitik festhalten. «Gelingt in Schweden der Ausstieg aus der Negativzinspolitik, ohne grössere wirtschaftliche Blessuren zu hinterlassen, wäre dies regelrecht eine Aufforderung an die EZB, es dem nordischen Beispiel gleich zu tun», sagte Chefökonom Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank. (fal/sda/reuters)

Erstellt: 19.12.2019, 11:06 Uhr

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