Schweizer essen immer mehr Schokolade aus dem Ausland

In den letzten 15 Jahren hat sich der Konsum von ausländischer Schokolade in der Schweiz beinahe verdoppelt.

Die 18 Schweizer Schokoladenhersteller haben 2013 im eigenen Land weniger verkauft: Eine Grand-Marnier-Schokoladenfüllung wird hergestellt, hier in der Produktionsstätte des Unternehmens Läderach in Ennenda (GL). (2. Oktober 2013)

Die 18 Schweizer Schokoladenhersteller haben 2013 im eigenen Land weniger verkauft: Eine Grand-Marnier-Schokoladenfüllung wird hergestellt, hier in der Produktionsstätte des Unternehmens Läderach in Ennenda (GL). (2. Oktober 2013) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Die Konsumenten in der Schweiz haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 11,7 Kilo Schokolade gegessen. Damit ging der Pro-Kopf-Konsum um rund 300 Gramm zurück. Fast zwei Fünftel der in der Schweiz verzehrten Ware war Schokolade aus dem Ausland. Der Anteil der Importschokolade stieg in der Schweiz im Jahr 2014 auf 37,2 Prozent an, wie Chocosuisse, der Verband der Schweizerischen Schokoladefabrikanten, mitteilte. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Anteil der Importschokolade damit beinahe verdoppelt.

Die Inlandverkäufe der 18 Schweizer Schokoladenhersteller gingen gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent zurück. Mit dem guten Exportgeschäft erzielten sie dennoch eine Mengen- und Umsatzsteigerung. Mit einer um knapp 4900 Tonnen auf 183 738 Tonnen gesteigerten Verkaufsmenge konnte der Branchenumsatz um 2,7 Prozent auf 1,72 Milliarden Franken erhöht werden.

Im laufenden Jahr erhöht die Frankenstärke den Importdruck weiter, wie die Branche mitteilte. Das mit der Währungsproblematik erschwerte Exportgeschäft werde durch den ungenügenden Rohstoffpreisausgleich zusätzlich belastet. (thu/sda)

Erstellt: 24.02.2015, 12:36 Uhr

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