USA zielen nun auf die iranische Währung

US-Präsident Barack Obama zieht beim Iran die Daumenschrauben noch fester an: Seine jüngsten Sanktionen richten sich gegen die iranische Automobilindustrie und die Währung Rial.

Steht nun im Visier der USA: Die iranische Währung Rial. (Archivbild)

Steht nun im Visier der USA: Die iranische Währung Rial. (Archivbild) Bild: Reuters

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Im Atomstreit mit dem Iran haben die USA weitere Sanktionen verhängt. Die Strafmassnahmen richten sich gegen die iranische Automobilindustrie und die iranische Währung Rial, wie die Regierung in Washington am Montag mitteilte.

Mit dem mittlerweile neunten Iran-Erlass von Präsident Barack Obama seien nun Strafen gegen ausländische Banken möglich, die Überweisungen in Rial ausführten oder Konten in Rial auswiesen.

Iranische Firmen auf schwarze Liste gesetzt

Die Sanktionen sollen am 1. Juli in Kraft treten. Erst am Freitag hatten die USA acht iranische Firmen aus der Petrochemiebranche auf eine schwarze Liste gesetzt.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel der Atomstromerzeugung an der Entwicklung von Nuklearbomben zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Zugleich lehnt es der Iran aber ab, auf militärisch nutzbare Nukleartechnologien zu verzichten und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) das Programm offenzulegen.

Kritik der IAEA

IAEA-Chef Yukiya Amano hatte am Montag massive Kritik am Iran geübt. Die Verhandlungen drehten sich seit einiger Zeit im Kreis, sagte Amano am Montag vor dem Gouverneursrat der UNO-Atomaufsicht. Zehn Verhandlungsrunden in den vergangenen fast anderthalb Jahren hätten keinen Durchbruch gebracht.

Stattdessen treibe der Iran seine Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Bau eines Schwerwasser-Forschungsreaktors voran. Auch würden immer mehr Zentrifugen zur Urananreicherung installiert. Dies seien klare Verstösse gegen die Resolutionen des IAEA-Gouverneursrats und des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UNO). (chk/sda)

Erstellt: 04.06.2013, 03:30 Uhr

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