Wo Hypotheken am billigsten sind

Wie viel Hausbesitzer für die Hypothek bezahlen, hängt auch vom Wohnort ab. Eine neue Studie zeigt die Unterschiede.


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Wo die Immobilien am meisten kosten, sind die Hypotheken am billigsten: So lassen sich die Ergebnisse einer neuen Studie von Moneypark zusammenfassen. Der Hypothekenvermittler (an dem Tamedia beteiligt ist) hat anhand von 2000 Finanzierungsanfragen ermittelt, wie hoch die Zinsen sind, die Schweizer Finanzinstitute letztes Jahr für Darlehen verlangt haben. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Regionen.

An der Spitze der Rangliste steht die Region Espace Mittelland mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,2 Prozent für Fest- und Liborhypotheken. Für Immobilienbesitzer in den Kantonen Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg und Jura sind Hypotheken also teurer als für jene in Zürich, die mit 1,083 Prozent die tiefsten Zinsen bezahlen. Dazwischen liegen die Zentralschweiz (1,089 Prozent), die Genferseeregion (1,092 Prozent), die Ostschweiz (1,143 Prozent) und die Nordwestschweiz (1,149 Prozent).

Mittelländer bezahlen mehr als Zürcher: Das Hypothekarzinsniveau im Vergleich. (Bild: Screenshot Moneypark)

800 Franken teurer pro Jahr

Die Unterschiede erscheinen auf den ersten Blick gering. Mit der Zeit können sie aber zu deutlich höheren Preisen führen. Bei einem Kredit von 700'000 Franken liegt der jährliche Kostenunterschied zwischen Espace Mittelland und Zürich bei fast 800 Franken. «Die Differenz ist substanziell, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Hypothek in der Schweiz eine Laufzeit von rund 7,5 Jahren hat», schreibt Moneypark. Der Kostenunterschied betrage somit über die gesamte Laufzeit rund 6000 Franken.

Verantwortlich für die Preisunterschiede sind laut Moneypark strukturelle Faktoren, zum Beispiel das Einkommen und die Immobilienpreise. Im Mittelland ist beides unterdurchschnittlich. Deshalb ist der Markt für Hypothekenanbieter nicht besonders attraktiv, denn der Aufwand für eine Hypothek bleibt unabhängig von der Summe gleich gross. Eine wichtige Rolle spielt laut Moneypark auch die unterschiedliche Konkurrenzsituation: «Im Raum Zürich buhlen weitaus mehr Anbieter um die Gunst der Hypothekarkunden als beispielsweise im Bündnerland oder Appenzell.» Einen Teil der Unterschiede erkläre auch die Bereitschaft, Preise zu vergleichen. In der Romandie sei diese grösser als in der deutschsprachigen Schweiz, was die Konkurrenz im Markt anheize. (fko)

Erstellt: 09.01.2017, 15:18 Uhr

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