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«Alles andere wäre ein Desaster gewesen»

Für Simon Evenett, Ökonom an der Universität St. Gallen, ist das Abkommen von Bali eine letzte Chance für die Welthandelsorganisation WTO – und kein bahnbrechender Durchbruch.

«Wir haben die Welt zurückgebracht in die Welthandelsorganisation»: Roberto Azevedo empfängt die Glückwünsche der WTO-Delegierten. (7. Dezember 2013)
«Wir haben die Welt zurückgebracht in die Welthandelsorganisation»: Roberto Azevedo empfängt die Glückwünsche der WTO-Delegierten. (7. Dezember 2013)
Reuters
Emotionale Medienkonferenz: WTO-Chef Roberto Azevêdo (links) und der indonesische Handelsminister Gita Wirjawan sind mit dem Ausgang der Konferenz zufrieden. (7. Dezember 2013)
Emotionale Medienkonferenz: WTO-Chef Roberto Azevêdo (links) und der indonesische Handelsminister Gita Wirjawan sind mit dem Ausgang der Konferenz zufrieden. (7. Dezember 2013)
Reuters
Mit einem traditionellen Sulawesi-Tanz demonstrieren diese Frauen gegen das WTO-Treffen auf Bali. (6. Dezember 2013)
Mit einem traditionellen Sulawesi-Tanz demonstrieren diese Frauen gegen das WTO-Treffen auf Bali. (6. Dezember 2013)
AFP
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Heute Nacht haben die Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) ein neues Abkommen beschlossen, um den Freihandel zu fördern. Eine kleine Revolution? Es ist weder eine Revolution – noch ein historisches Ereignis. Dieses Abkommen ist aber dennoch wichtig – jegliche Alternative wäre ein Desaster gewesen. Ein Scheitern auf Bali hätte bedeutet, dass sich die Mitgliedsstaaten für mindestens die nächsten fünf Jahre von der WTO als Verhandlungsplattform abgewendet hätten. Hier ging es darum, eine Katastrophe zu vermeiden – und jetzt muss der Patient WTO wieder zu Kräften kommen. Für die Schweiz bedeutet das Abkommen jedoch keineswegs bessere Exportmöglichkeiten – und auch der Welthandel wird dadurch nicht wesentlich freier.

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