Arbeitslosen Männern ist mit Kursen nicht geholfen
550 Millionen Franken gibt der Bund jedes Jahr aus, um Arbeitslose in Berufspraktika und Kursen weiterzubilden. Eine neue Studie zeigt, wie viel diese Massnahmen wirklich bringen.

Was nützen die staatlichen Massnahmen zur Wiedereingliederung Arbeitsloser? Antworten findet man in einer neuen Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Untersucht wurde das Verhalten von 15'000 Arbeitslosen in sechs Kantonen, die während zwölf Monaten 720'000 Bewerbungen verfassten. Die Aufsichtskommission der Arbeitslosenversicherung (ALV) wollte wissen, ob und wie Kurse und Berufspraktika, in die Arbeitslose geschickt werden, sich auf den Bewerbungserfolg auswirken. Zum Teil sind die Programme freiwillig, zum Teil müssen sie absolviert werden.
Die arbeitsmarktlichen Massnahmen – so ihr offizieller Name – kosten die Arbeitslosenkasse jährlich 550 Millionen Franken. Das entspricht einem Zehntel der gesamten Arbeitslosengelder. Deshalb hat neben den Arbeitslosen auch der Bund ein grosses Interesse, die Wirkung der Programme zu kennen. Das sind die Befunde: