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Arbeitslosenquote erneut stark gesunken

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Februar noch einmal zurückgegangen. Auch Jugendliche finden wieder einfacher eine Stelle.

Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Januar 2011 von 3,8 auf 3,6 Prozent Ende Februar. Der Rückgang widerspiegle die starke konjunkturelle Erholung, sagte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco.

In absoluten Zahlen: Im Vergleich zum Januar 2011 waren Ende Februar 5459 weniger Personen arbeitslos gemeldet. Schweizweit registrierte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Ende Februar 2011 insgesamt 143'325 arbeitslose Personen. Im Vergleich zum Februar 2010 sank ihre Zahl um 29'674 Personen. Das entspricht einem Rückgang von 17,2 Prozent, wie das Seco ausweist.

Gaillard bezeichnete die Zahlen als erfreulich. Speziell freute er sich darüber, dass fast alle Branchen zulegen konnten. «Insbesondere die Bauwirtschaft entwickelte sich sehr gut», erklärte er. «Diese konnte vom warmen Februarwetter und einem damit verbundenen frühen Arbeitssaisonbeginn profitieren.»

In der Tat verzeichnete das Baugewerbe 4100 weniger Arbeitslose als noch im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Minus von 22,3 Prozent. Mit einer Arbeitslosenquote von 10 Prozent gehört diese Branche dennoch weiterhin zu den Spitzenreitern.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Industrie. Auch in dieser Branche war der Rückgang der Arbeitslosigkeit spürbar, nachdem der Wirtschaftszweig am meisten unter der Finanzkrise gelitten hatte.

Positive Entwicklung für Jugendliche

Der positive Trend zeigt sich auch an der Anzahl offener Stellen. Ende Februar waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren 20'964 offene Stellen gemeldet, 3043 mehr als noch einen Monat zuvor. Auch die Zahl der Kurzarbeitenden nahm ab. Im Dezember 2010 waren 887 Personen weniger auf Kurzarbeit als im Vormonat (-12,2 Prozent).

Insgesamt hat das Seco im Februar 205'989 Stellensuchende registriert, 4927 weniger als im Januar. Gegenüber dem Februar 2010 sank diese Zahl um 29'678 Personen, was einem Minus von 12,6 Prozent entspricht.

Sehr gut entwickelte sich die Lage für junge Arbeitnehmer. Die Quote der Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat auf aktuell 3,8 Prozent. Damit waren Ende Februar 2011 noch 21'280 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren ohne Arbeit (-5,2 Prozent). Innert Jahresfrist sank die Jugendarbeitslosigkeit um 26,3 Prozent. «Von einem Aufschwung profitieren die Jugendlichen immer zuerst», bilanzierte Gaillard.

Seco erwartet Stagnation

Im kantonalen Vergleich verzeichnet der Kanton Genf mit einer Arbeitslosenquote von 6,8 Prozent gefolgt von Neuenburg (5,9 Prozent) und dem Tessin (5,8 Prozent) die meisten gemeldeten Arbeitslosen. Am wenigsten von Arbeitslosigkeit betroffen ist der Kanton Obwalden mit einer Quote von 1,2 Prozent.

Gaillard geht davon aus, dass die Arbeitslosenquote noch einige Monate weitersinkt. «Anschliessend wird sich die Konjunktur wegen des starken Frankens jedoch abschwächen», hält er fest. «Deshalb wird der Rückgang der Arbeitslosenquote zum Stillstand kommen und gemäss Dezember-Prognose bei etwa 3,4 Prozent stagnieren.» Das Seco wird in zwei Wochen eine neue Jahresprognose publizieren.

Gemäss den vorläufigen Zahlen der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der ausgesteuerten Personen im Verlauf des Dezembers 2010 auf 3131 Personen.

Mit dem revidierten Arbeitslosenversicherungsgesetz, das am 1. April in Kraft tritt, dürften gemäss Gaillard bis zu 16'000 Erwerbslose ihren Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung verlieren.

(SDA)

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