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«Arbeitslosigkeit wird in der Schweiz als Makel empfunden»

Viel mehr Menschen als gedacht begehen Suizid wegen Arbeitslosigkeit. Warum man das Phänomen so lange unterschätzte und weshalb auch Pensionierte betroffen sind, sagt Studienleiter Carlos Nordt.

«The Lancet Psychiatry»

Laut Ihrer Studie hängt weltweit jeder fünfte Suizid mit Arbeitslosigkeit zusammen, «direkt oder indirekt». Was heisst das? Die Menschen, die aufgrund von Arbeitslosigkeit Suizid begehen, sind unter Umständen noch nicht oder nicht selbst davon betroffen. Sie fürchten sich vor einer Kündigung oder haben sie gerade erst erhalten, oder sie leiden unter der Arbeitslosigkeit eines Familienmitglieds. Dafür spricht, dass der Zusammenhang zwischen Suizid und Arbeitslosigkeit über alle Altersgruppen hinweg stabil ist. Er besteht also auch bei über 65-Jährigen, die nicht mehr im Arbeitsleben stehen, deren Kinder aber den Job verloren haben.

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