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Auch im Schatten herrscht Wirtschaft

Auf Druck der EU rechnen ab diesem Herbst immer mehr Staaten Prostitution und Drogenhandel in ihr Bruttoinlandprodukt ein.

Sexarbeit als «einvernehmliche Transaktion», wie die EU definiert? Rotlichtviertel in Amsterdam. Foto: Evert Elzinga (Keystone)
Sexarbeit als «einvernehmliche Transaktion», wie die EU definiert? Rotlichtviertel in Amsterdam. Foto: Evert Elzinga (Keystone)

Wie hoch ist der Tagesverdienst einer Prostituierten? Welche indirekten Umsätze werden in Form von Mietkosten für Bordelle oder durch Kondome ­generiert? Wie hoch ist Summe des ­Drogenhandels in einem Land? Wie viel Strom wird für die Cannabisherstellung für den Eigengebrauch benötigt?

Ausgefallene Fragen? Zweifellos. Doch in den letzten Monaten haben sich seriöse Statistiker in Europa den Kopf darüber zerbrochen und Messmethoden für das heikle Thema erarbeitet. Nicht freiwillig, sondern weil das Statistische Amt der EU (Eurostat) dies verlangt. ­Illegale Wirtschaftsvorgänge, so das Amt, müssen in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung aufgenommen werden. Auch Eurostat vollzieht nur, was eine UNO-Kommission bereits 2008 festgelegt hatte: Prostitution und illegaler Drogenhandel sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren, deren statistische Nichtberücksichtigung ein ­falsches Bild wiedergeben.

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