Auf diesen Pendlerrouten spart man besonders viel Miete

Nur ein paar Minuten Zugfahrt machen bei der Wohnungsmiete einen grossen Unterschied aus.

Wer ausserhalb der grossen Zentren wohnt, spart Geld: Pendler im Zug.

Wer ausserhalb der grossen Zentren wohnt, spart Geld: Pendler im Zug. Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Ab dem Hauptbahnhof Zürich sind es nur fünf Stationen bis nach Ziegelbrücke. Die Fahrt dauert 43 Minuten. Das zahlt sich für Mieter aus: Sie zahlen in Ziegelbrücke für eine 3,5-Zimmer-Wohnung mit rund 80 m2 im Schnitt 1380 Franken monatlich. In Zürich zahlen sie für eine entsprechende Unterkunft rund 2,5-mal so viel: nämlich rund 3460 Franken. In Pfäffikon Schwyz (Pendelzeit ca. 25 Minuten) liegt die Miete bei noch 2250 Franken, in Winterthur bei 1980 Franken (Pendelzeit ca. 24 Minuten).

In Bern sieht es ähnlich aus: Wer in der Stadt wohnen will, zahlt im Schnitt für eine 3,5-Zimmer-Wohnung 2280 Franken. Pendler aus den umliegenden Städten kommen günstiger weg: In Langenthal kostet dieselbe Unterkunft noch 1440 Franken, in Biel 1500 Franken, in Freiburg 1700 Franken und in Thun 1720 Franken. Von Bern nach Thun liegt die Pendeldistanz gerade mal bei 18 Minuten, Bern–Biel ist in 25 Minuten machbar und Bern–Freiburg in 21 Minuten.

Preishochburgen Zürich und Genf

Das zeigt die Miet-Map von Immoscout 24 auf. Das Online-Immobilienportal hat zusammen mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI untersucht, wie hoch die monatliche Bruttomiete einer durchschnittlichen 3,5-Zimmer-Wohnung in über 30 Städten entlang des Schienennetzes der SBB ist. Für die Karte haben die Unternehmen besonders die Monatsmieten von Wohnungen entlang der West-Ost- und Nord-Süd-Bahnlinie untersucht. Dafür wurden Angaben von Objekten in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof verwendet.

Nach Zürich liegt Genf auf Platz zwei der Miethochburgen. Hier kostet eine Wohnung im Schnitt 2720 Franken. Am drittteuersten ist es in Zug, wo eine Mietwohnung 2490 Franken kostet. «Wer städtisch wohnt, bezahlt daher eine deutlich höhere Miete als in ländlichen Gebieten», sagt Martin Waeber, Direktor von Immoscout 24. In Pendlerdistanz ausserhalb der Städte lasse es sich schnell viel günstiger leben.

Schnäppchen in Graubünden

Wer es besonders günstig haben will, sollte der Auswertung zufolge im Tessin und in der Ostschweiz nach Mietobjekten suchen. In diesen Regionen liegen die monatlichen Preise für eine Referenzwohnung alle unter 1700 Franken – mit Ausnahme von Lugano. Am preisgünstigsten auf der Nord-Süd-Achse ist Disentis im Kanton Graubünden: Hier kostet eine 3-Zimmer-Wohnung im Schnitt 1240 Franken. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.06.2018, 17:45 Uhr

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