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Auf wackeligen Beinen

Vor drei Jahren stand Portugal vor der Pleite, EU und IWF mussten helfen. Jetzt will das einstige Problemkind wieder selbstständig sein. Aber es bleiben Risiken – und bittere Pillen für die Bevölkerung.

Ein Fünftel der Bevölkerung muss mit rund 400 Euro im Monat auskommen: In Lissabon steht eine Frau vor einem Ein-Euro-Shop.
Ein Fünftel der Bevölkerung muss mit rund 400 Euro im Monat auskommen: In Lissabon steht eine Frau vor einem Ein-Euro-Shop.
Reuters

1000 Tage nach seinem wirtschaftlichen Beinahe-Zusammenbruch ist es so weit. Als zweites Land der Euro-Zone nach Irland hat Portugal den EU-Rettungsschirm verlassen - bereit, wieder auf eigenen Beinen zu stehen und mit dem Versprechen, nicht zu den ausgabefreudigen Tagen von einst zurückzukehren.

Als die Schuldenkrise vor drei Jahren in der Euro-Zone wütete, hatte Portugals Regierung nur noch 300 Millionen Euro in der Kasse, der Bankrott stand unmittelbar bevor. Wie vor ihm Griechenland und Irland beantragte das finanziell ausgeblutete Land Soforthilfe von seinen europäischen Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Das Rettungspaket im Gesamtumfang von 78 Milliarden Euro hatte seinen Preis: Die Regierung in Lissabon musste ein Drei-Jahre-Programm mit massiven Ausgabenkürzungen und Reformen vorlegen, die heftig schmerzten. Auch bei den Sozialleistungen wurde die Axt angesetzt.

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