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Bankenwerte leiden

Die Aktien der Schweizer Grossbanken gehören zu den grossen Verlierern im Schweizer Börsenindex SMI. Die Titel werden von der Unsicherheit bezüglich der Zukunft Griechenlands gedrückt.

Übers Wochenende hatten sich vermehrt Stimmen gemeldet, die mit einem Ausscheiden von Griechenland aus der Euro-Zone als unausweichlichen Schritt rechnen. «Eine Scheidung funktioniert nie reibungslos. Aber ich denke, eine Scheidung auf freundschaftlicher Basis, sollte sie jemals nötig werden, wäre möglich – wenngleich ich sie weiterhin bedauern würde», sagte der belgische Zentralbankchef Luc Coene in einem Interview mit der «Financial Times».

Sein irischer Kollege Patrick Honohan wurde sogar noch deutlicher: «Technisch gesehen kann ein Ausstieg Griechenlands abgewickelt werden. Er wäre nicht notwendigerweise tödlich, aber natürlich auch nicht besonders attraktiv», sagte er am Wochenende auf einer Konferenz in der estischen Hauptstadt Tallinn. «So etwas ist nicht vorgesehen in den Verträgen, in den Gesetzen, aber es können eben Dinge passieren, die nicht in den Verträgen stehen.» Bundesbank-Chef Jens Weidmann hatte in einem am Wochenende veröffentlichten Interview erklärt, ein Austritt aus dem Euro hätte für Griechenland schwerwiegendere Folgen als für den Rest der Euro- Zone.

Aber auch der jüngste Vorfall bei JPMorgan dürfte erneut die Unsicherheit gegenüber Grossbanken geschürt haben.

Die Aktien der UBS büssten bis 15.13 Uhr 2,62 Prozent auf 11,16 Franken ein und CS verloren 3,18 Prozent. Der SMI gab gib 1,38 Prozent ab. Die Titel von Julius Bär standen dagegen 1,63 Prozent im Plus. Die Privatbank wird morgen ein Update zum Neugeldzufluss und den verwalteten Vermögen in den ersten vier Monaten 2012 geben.

Unzufriedene Grossaktionäre

Fundamental haben die Schweizer Grossbanken seit der Publikation der Erstquartalsresultate keine neue Bewertung durch die Analysten erfahren. Einzig der CS, beziehungsweise deren Chef Brady Dougan, zollte die Wochenendpresse höhere Aufmerksamkeit.

Gemäss einem Artikel soll der Verwaltungsrat über einen Wechsel an der Konzernspitze debattieren. Interner Favorit für die Nachfolge von Dougan ist gemäss der Zeitung Walter Berchtold, derzeit Chairman der Abteilung Private Banking.

In den vergangenen Wochen wurden immer wieder Gerücht herumgereicht, Grossaktionäre würden ihre Unzufriedenheit bezüglich der schwachen Kursentwicklung der CS-Aktien immer lauter zum Ausdruck bringen und den Kopf von Dougan fordern.

SDA/bru

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