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Berg- und Talfahrt an der Wallstreet

Die Börse in New York reagierte zwiespältig auf die Nachrichten aus der Euro-Zone. Auftrieb gaben die Technologietitel.

Unruhige Zeiten: Händler am Dienstag an der Wallstreet.
Unruhige Zeiten: Händler am Dienstag an der Wallstreet.

Nach ihrem Kursfeuerwerk zum Wochenauftakt hat sich die Wall Street am Dienstag auf eine Berg- und Talfahrt begeben. Die Begeisterung über den Schutzschirm für die europäische Währungsunion war auch in New York verflogen, so dass die Kurse zu Handelsbeginn nachgaben.

Anleger quälten erneut Sorgen darüber, ob Länder wie Griechenland ihre Haushaltsprobleme wirklich in den Griff bekommen. Doch im Verlauf gaben Biotech- und Technologietitel den US-Börsen Auftrieb: Alle drei grossen Indizes notierten vorübergehend fester.

0,3 Prozent leichter

In New York mussten Dow und S&P zum Handelsschluss schliesslich doch Federn lassen, die Nasdaq trat auf der Stelle. Der Dow-Jones- Index der Standardwerte pendelte zwischen einem Hoch von 10'874 und einem Tief von 10'685 Punkten.

Er ging 0,3 Prozent leichter bei 10'748 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor ebenfalls 0,3 Prozent und schloss bei 1155 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verharrte bei 2375 Stellen.

Banktitel verlieren

Zu den Verlierern gehörten viele Bankwerte, die am Montag besonders stark zugelegt hatten: Citigroup gaben 1,2 Prozent nach, Bank of America verloren 0,8 Prozent. Die Aktien des Anleiheversicherer MBIA brachen zeitweise um zwölf Prozent ein, nachdem das Unternehmen einen weiteren Milliarden-Verlust vermeldete.

Im Verlauf verringerte sich der Kursrückgang auf rund sechs Prozent. Für Optimismus sorgte dagegen die Ankündigung von Gilead Sciences, eigene Aktien im Wert von fünf Milliarden Dollar zurückzukaufen. Die Papiere notierten 2,3 Prozent höher.

Apple-Papiere im Plus

Zu den Gewinnern an der Nasdaq gehörte der iPhone-Hersteller Apple, dessen Aktien um genau ein Prozent zulegten. IBM-Papiere waren ebenfalls gefragt und wurden 0,5 Prozent höher gehandelt. Der Unterhaltungskonzern Walt Disney verteuerte sich in Erwartung der Quartalszahlen nach Börsenschluss um 1,3 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,5 Milliarden Aktien den Besitzer. 1706 Werte legten zu, 1355 gaben nach und 88 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,5 Milliarden Aktien 1600 Titel im Plus, 1065 im Minus und 112 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen auf 100-23/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,54 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben auf 103- 08/32 Zähler nach. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,43 Prozent.

SDA/oku

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