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Bericht: 25 Banken fallen durch den Stresstest

Am Sonntag verkündet die EZB die Ergebnisse ihres Krisenchecks von 130 europäischen Banken. Erste Details sind schon jetzt durchgesickert.

Offenbar nicht für die Krise gerüstet: Filiale der Monte Paschi in Mailand.
Offenbar nicht für die Krise gerüstet: Filiale der Monte Paschi in Mailand.
Keystone

Die Stunde der Wahrheit für Europas Banken rückt näher. Am Sonntag verkündet die Europäische Zentralbank (EZB) die Ergebnisse ihres Stresstests von 130 europäischen Banken. Sie werden mit Spannung erwartet und geben Auskunft darüber, wie es um die wichtigsten Geldhäuser Europas bestellt ist und ob sie für neue Krisenzeiten gerüstet sind.

Doch bereits vor offiziellen Bekanntgabe der Resultate sind nun Details durchgesickert. Wie Reuters und Bloomberg berichten, sollen 25 Banken den Check nicht bestanden haben. 15 der 25 Banken hätten mittlerweile für Krisen jedoch genug Kapital aufgebaut. Bei zehn Banken sei die Lücke noch immer zu gross.

Reuters beruft sich beim Bericht auf Insider, Bloomberg auf eine vorläufige Fassung des Bankenberichts.

130 Banken auf dem Prüfstand

Zu jenen Banken, deren Lücken noch immer zu gross sind, gehören offenbar die italienischen Institute Monte Paschi und Banca Carige SpA (CRG) sowie die irische Permanent TSB. Diese Banken haben nach der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse zwei Wochen Zeit, zu erklären, wie sie ihre Kapitallöcher stopfen wollen.

Mit dem Test überprüfte die EZB die Kreditrisiken der Banken. Er soll das Vertrauen der Bürger und Märkte in die Geldhäuser stärken sowie für Transparenz und Stabilität sorgen. Die Ergebnisse des Stresstests sind für die EZB unabdingbar: Die Zentralbank übernimmt am 4. November die zentrale Aufsicht über die wichtigsten Finanzhäuser der Währungsunion. Zuvor will die EZB sicher gehen, dass ihr keine Altlasten untergejubelt werden.

Auf den Prüfstand kamen die 130 wichtigsten Geldinstitute Europas, auch aus Nicht-Euro-Ländern. Die überprüften Geldhäuser decken nach Angaben der Zentralbank 85 Prozent des europäischen Bankensektors ab.

Mit Material von AFP angereichert.

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