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Bloss weg vom Silber

An den Rohstoffbörsen kam es zum grössten Einbruch seit zwei Jahren: Investoren flüchten aus Kakao, Gold, Kupfer und vor allem aus Silber – warum?

Was sich gestern an den Rohstoffmärkten ereignet hat, wird mit Attributen wie «Massenliquidation», «historisch» oder «gesunde Marktkorrektur» bezeichnet. In Zahlen drückt sich das wie folgt aus: Der wichtigste Index für Rohstoffpreise, der Reuters-Jefferies CRB Index, ist um rund 5 Prozent gesunken, der grösste Einbruch seit der Finanzkrise. Ein Fass Öl ist mehr als 12 Dollar oder beinahe 9 Prozent billiger geworden. Der Ölpreis ist wieder unter hundert Dollar pro Fass gesunken. Aber auch Kakao, Kupfer, Gold, Zucker und Baumwolle – kurz sämtliche Rohstoffe – haben an Wert eingebüsst. Was sind die Gründe für diesen Mini-Crash?

Erstens: Spekulanten suchen das Weite. Obwohl der Liter Benzin an der Tankstelle ein paar Rappen billiger werden sollte, ist der Rohstoff-Crash alles andere als Good News. Der wichtigste Grund liegt nämlich darin, dass allmählich klar wird, dass die Weltwirtschaft wieder in den Kriechgang verfällt. Gleichzeitig sind Öltanks und andere Rohstofflager gut gefüllt. Spekulanten, die auf weiter steigende Preise gesetzt haben, sehen ihre Felle davonschwimmen und haben kalte Füsse bekommen. Viele Hedgefonds haben im grossen Stil verkauft.

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