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Börsen geben nach Kim Jong-ils Tod nach

Die Börsen in Asien schlossen heute im Minus. Die wesentlichen Indizes tauchten. Der Dollar zog nach Bekanntwerden der Todesnachricht an.

Der Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il hat am Montag die asiatischen Aktienmärkte belastet. Analysten zeigten sich besorgt, dass es in dem kommunistisch geführten Land zu einem Machtvakuum kommen könnte, was wiederum zu mehr Instabilität in der Region führen dürfte.

Der südkoreanische Aktienindex Kospi verlor mehr als drei Prozent. Auch in Tokio dominierten die Verluste. Zusätzlich bereitete die Euro-Schuldenkrise den Investoren Sorgen, nachdem die Ratingagentur Fitch Frankreich und sechs weiteren Euro-Ländern mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht hatte.

Geringes Handelsvolumen

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Minus von rund 1,3 Prozent bei 8296 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gab rund ein Prozent auf 716 Punkte nach.

Das Handelsvolumen blieb gering. Die wegen US-Konjunkturdaten vergangene Woche verbesserte Stimmung trübte sich Händlern zufolge wieder ein. Werte von Transportunternehmen gehörten zu den grössten Verlierern. Gegen den Trend zulegen konnten Papiere des Autoherstellers Nissan.

Über 3 Prozent im Minus

In Seoul schloss die Börse deutlich schwächer. Der Börsenindex verlor fast 3,4 Prozent und beschloss den Tag auf dem tiefsten Stand seit drei Wochen. Samsung Electronics gaben 3,6 Prozent nach. Die von Nordkorea ausgehende Unsicherheit werde die Stimmung an der Börse in den nächsten Tagen bestimmen, erklärten Händler.

In Shanghai konnten die anfänglichen Marktverluste eingedämmt werden. Zu den Gewinnern gehörten die Aktien der China Minsheng Bank: Sie rückten um 1,5 Prozent vor. Die Titel des Versicherers Ping An gingen mit einem Plus um 0,5 Prozent aus dem Handel. Der Composite-Index fiel um 0,3 Prozent auf 2218 Zähler. In Hongkong ging der Hang Seng-Index um 1,2 Prozent auf 18'070 Punkte zurück.

In Australien schloss der S&P/ASX 200-Index um 2,4 Prozent schwächer bei 4060 Punkten. Der Handel wurde insbesondere von den Sorgen um die Euro-Zone belastet. Zudem standen die Aktien der Detailhändler unter Abgabedruck, weil sich die Befürchtung breitmachte, dass die Weihnachtsverkäufe schwächer als erwartet ausfallen könnten.

Euro fällt unter 1,22 Franken

Der Wert des Euro fiel erstmals seit Anfangs November wieder unter die Marke von 1,22 Franken bis auf 1,2155 Franken. Zuletzt notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,2193 Fr. nach 1,2204 Fr. am Freitag. Dagegen lag der Kurs des Dollars praktisch unverändert bei 0,9355 Franken.

Die Angst um die Zukunft des Euro, vor einer Zuspitzung der Krise im chinesischen Meer und einer stärkeren Abschwächung der Weltwirtschaft stützten den Franken, sagten Marktteilnehmer. Immer wenn es krisele in der Welt, nehme die Nachfrage nach Franken und Dollar zu, erklärte ein Händler.

dapd/kle

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